Crossmedia-Award-Filz?
Und wieder einmal ein Wettbewerb, wo die Jury auch gleich der Gewinner ist.
Und wieder einmal ein Wettbewerb, wo die Jury auch gleich der Gewinner ist.Es ist schon erstaunlich, wie die Grossen der Branche es immer wieder schaffen, sich selbstgerecht dort in Szene zu setzen, wo sie bisher Defizite hatten. Während der letzten 10 Jahre wurde kaum ein «New-Media-Projekt» einer grösseren, klassischen Agentur ausgezeichnet, doch wie durch ein Wunder sind im Jahre 2005 plötzlich drei von fünf Arbeiten in der Shortlist des Crossmedia Award genau von diesen. Und wie durch ein Wunder sind diese drei Agenturen in der Jury. Natürlich haben wir auch eingegeben, natürlich sind wir nicht in die Shortlist gewählt, und natürlich kann man dem Verfasser vorwerfen, er schreibe aus blossem Neid und Enttäuschung. Doch das ist nicht der Grund, der Grund ist die offensichtliche Vetternwirtschaft, die dazu dient, Kompetenz in einem Bereich vorzuspiegeln, den man bisher verschlafen hat. Weil man gemerkt hat, dass dieses Feld immer wichtiger wird, wurde flugs ein neuer Award geschaffen, damit die potenten Agenturen in Crossmedia markieren dürfen. Das nützt allen. Nur nicht denen, die seit 10 Jahren Crossmedia praktizieren.Thomas Bollinger, Partner bei der Berner ASW-Werbeagentur Werbal René Eugster, zum Artikel «Crossmedia heisst auch Crosswork» in WW 21/05.
