Alte Tante poliert Uhren auf Hochglanz
Beilagen Die NZZ will mit einem Edel-Supplement den Luxusanzeigenmarkt aufmischen.
Beilagen Die NZZ will mit einem Edel-Supplement den Luxusanzeigenmarkt aufmischen.Wie aus Agenturkreisen verlautet, bastelt die Neue Zürcher Zeitung seit geraumer Zeit an einem neuen Supplement-Konzept. Getestet werden soll das vom Simon Esterson und Mark Porter entworfene Hochglanzheft erstmals Mitte November – als «Uhren und Schmuck»-Beilage in Magazinform. Dass das britische Editorial-Design-Duo auch schon für die NZZ am Sonntag verantwortlich zeichnete, deutet indes darauf hin, dass dahinter mehr steckt als jener rein experimentelle «One Shot», als der das Projekt gegenüber Mediaagenturen deklariert wurde.Als Verteiler der noch namenlosen Nachfolgerin des bisherigen siebten Zeitungsbunds dient neben dem Hauptblatt neu auch die Sonntagsausgabe. «Angesichts einer fast 50-prozentigen Überschneidung in der Leserschaft ein unverständlicher Schritt», findet Andy Lehmann, CEO der Aegis Media Group, die Budgets von Luxusmarken wie Dior und Louis Vuitton verplant. Als unspektakulär hat er das bereits Ende Juni präsentierte redaktionelle Konzept in Erinnerung. «Was ich gesehen habe, war klar auf die Restabschöpfung relativ Konjunktur resistenter Inserenten ausgerichtet.»
Ob seine Kunden dennoch in der Erstausgabe vertreten sein werden, verrät Lehmann indes nicht. Anders Saverio Progano von Mediaedge:cia in Lausanne: Für die Uhrenmarken der Richemont-Gruppe (u.a. IWC, Piaget, Lange, Jaeger-LeCoultre), welche seine Agentur betreut, hat der Managing Director vorerst keinen Anzeigenplatz gebucht. Die Gründe: «Das gemeinsame Special von NZZ und NZZ am Sonntag ist inhaltlich zu wenig innovativ und mit einem Seitenpreis von 29500 Franken zudem relativ teuer.»
An der Falkenstrasse war für eine Stellungnahme niemand zuständig respektive zu erreichen. Was umso mehr erstaunt, als der Anzeigentarif via Website bereits frisch-fröhlich publiziert wird. Ob es sich dabei um eine interne Guerilla-Aktion oder strategische Undercover-Kommunikation handelt, konnte bis Redaktionsschluss leider ebenfalls nicht ermittelt werden.
Oliver Classen
Ob seine Kunden dennoch in der Erstausgabe vertreten sein werden, verrät Lehmann indes nicht. Anders Saverio Progano von Mediaedge:cia in Lausanne: Für die Uhrenmarken der Richemont-Gruppe (u.a. IWC, Piaget, Lange, Jaeger-LeCoultre), welche seine Agentur betreut, hat der Managing Director vorerst keinen Anzeigenplatz gebucht. Die Gründe: «Das gemeinsame Special von NZZ und NZZ am Sonntag ist inhaltlich zu wenig innovativ und mit einem Seitenpreis von 29500 Franken zudem relativ teuer.»
An der Falkenstrasse war für eine Stellungnahme niemand zuständig respektive zu erreichen. Was umso mehr erstaunt, als der Anzeigentarif via Website bereits frisch-fröhlich publiziert wird. Ob es sich dabei um eine interne Guerilla-Aktion oder strategische Undercover-Kommunikation handelt, konnte bis Redaktionsschluss leider ebenfalls nicht ermittelt werden.
Oliver Classen
