Presserat engagiert sich für Medienethik und finanzielle Unabhängigkeit

Der Schweizer Presserat möchte sich vermehrt für die medienethische Diskussion stark machen.

Der Schweizer Presserat möchte sich
vermehrt für die medienethische Diskussion stark machen. Dies soll
mittels einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden, wie Presserats-Präsident Peter Studer laut der
Nachrichtenagentur SDA an einer Medienkonferenz in
Zürich verkündete. Man sehe vor, wieder vermehrt aus eigener Initiative
medienethische Themen aufzugreifen, wie zum Beispiel den Schutz der
Privatsphäre oder die Trennung von redaktionellen und kommerziellen
Inhalten. Zudem möchte sich der Presserat in Zukunft verstärkt an
Debatten beteiligen, sich für Aus- und Weiterbildung einsetzen sowie
jährlich eine Sammlung der Leitentscheide publizieren und das Vademecum
neu auflegen. Für die Umsetzung dieser Zukunftspläne ist der Presserat
auf zusätzliche finanzielle Mittel angewiesen, die einerseits von
Unternehmen und andererseits durch eine Erhöhung der Beiträge der
Journalistenverbände einfliessen sollen. Wie die SDA weiter berichtete,
ist auch die finanzielle Unabhängigkeit ein langfristiges Ziel des
Presserats. Mit Hilfe eines noch zu bestimmenden Patronatskomitees
solle in den nächsten drei Jahren ein Stiftungskapital von drei
Millionen Franken zusammen kommen. Auf ein solches Kapitalfundraising
ist der Presserat angewiesen, da er es ablehnt, die Verleger sowie die
TV- und Radio-Veranstalter aufzunehmen, da dies die Unabhängigkeit des
Presserats gefährden könnte. Die jährlich 65 bis 70 veröffentlichten
Stellungsnahmen stützen sich auf die Erklärung der Pflichten und Rechte
der Journalistinnen und
Journalisten. In jüngster Zeit wurden die Richtlinie betreffend
Interviews und Recherchegespräche sowie die Richtlinie über den Schutz
der Privatsphäre modifiziert.

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