Die blaue Hoffnung
Editorial Pierre C. Meier über den Röstigraben-Gratiszeitungskrieg.
Pierre C. Meier über den Röstigraben-Gratiszeitungskrieg.
Seit Montag dieser Woche haben unsere
chers confrères auch eine Gratiszeitung. Mit einem breit angelegten
Feuerwerk an Einführungsmassnahmen wurden sie für das epochale Ereignis
konditioniert (siehe Seite 7). Die Akzeptanz der ersten Nummer scheint
entsprechend gut zu sein. Die Lancierung von Le Matin Bleu stiess aber
auch in der Deutschschweiz auf Interesse in allen Medien. Eher
ungewöhnlich, denn normalerweise interessiert es die Deutschschweizer
wenig, was in der Medienszene der Romands passiert. Das Gleiche gilt
auch umgekehrt.
Mit dem geplanten Einfall von Tamedia in das geografische Hoheitsgebiet
von Edipresse erwärmt man sich plötzlich auch diesseits des
Röstigrabens für ein Westschweizer Thema, das zu einem Konflikt führen
kann, dem einige voraussagen, er werde im Debakel enden. Die Tamedia
will keinen publizistischen Schnellschuss landen, sondern erst im
nächsten März starten. Sie glaubt daran, dass nur ein Angebot aus einer
Hand für Deutschschweizer und Westschweizer Inserenten von Vorteil sei
(siehe Seite 17).
Und nun etwas in eigener Sache. Oliver Classen hat sich nach 3 1/2
Jahren als Redaktor der Werbewoche entschlossen, eine neue
Herausforderung anzunehmen. Er wechselt die Fronten und übernimmt die
neu geschaffene Stelle eines Mediensprechers bei der Schweizer NGO
«Erklärung von Bern». Die Werbewoche-Redaktion wünscht ihm bei seiner
neuen Tätigkeit viel Erfolg.
Classen ist ein kritischer Medienjournalist, der es seinen
Interviewpartnern nicht leicht machte. Er ist aber auch ein
hervorragender Kommentator, der in den letzten Jahren massgeblich dazu
beigetragen hat, dass die Werbewoche immer wieder durch eine
profilierte Meinung aufgefallen ist und sich nicht davor scheute,
gelegentlich anzuecken. Für eine unabhängige Wochenzeitung der
Kommunikationsbranche ist dies wichtig. Ich bin deshalb froh, dass wir
Oliver Classen als neuen Kolumnisten bei der Werbewoche begrüssen
dürfen. So können sich unsere Leserinnen und Leser weiterhin an seinen
scharfzüngigen und präzisen Kommentaren erfreuen.
Seit Montag dieser Woche haben unsere
chers confrères auch eine Gratiszeitung. Mit einem breit angelegten
Feuerwerk an Einführungsmassnahmen wurden sie für das epochale Ereignis
konditioniert (siehe Seite 7). Die Akzeptanz der ersten Nummer scheint
entsprechend gut zu sein. Die Lancierung von Le Matin Bleu stiess aber
auch in der Deutschschweiz auf Interesse in allen Medien. Eher
ungewöhnlich, denn normalerweise interessiert es die Deutschschweizer
wenig, was in der Medienszene der Romands passiert. Das Gleiche gilt
auch umgekehrt.
Mit dem geplanten Einfall von Tamedia in das geografische Hoheitsgebiet
von Edipresse erwärmt man sich plötzlich auch diesseits des
Röstigrabens für ein Westschweizer Thema, das zu einem Konflikt führen
kann, dem einige voraussagen, er werde im Debakel enden. Die Tamedia
will keinen publizistischen Schnellschuss landen, sondern erst im
nächsten März starten. Sie glaubt daran, dass nur ein Angebot aus einer
Hand für Deutschschweizer und Westschweizer Inserenten von Vorteil sei
(siehe Seite 17).
Und nun etwas in eigener Sache. Oliver Classen hat sich nach 3 1/2
Jahren als Redaktor der Werbewoche entschlossen, eine neue
Herausforderung anzunehmen. Er wechselt die Fronten und übernimmt die
neu geschaffene Stelle eines Mediensprechers bei der Schweizer NGO
«Erklärung von Bern». Die Werbewoche-Redaktion wünscht ihm bei seiner
neuen Tätigkeit viel Erfolg.
Classen ist ein kritischer Medienjournalist, der es seinen
Interviewpartnern nicht leicht machte. Er ist aber auch ein
hervorragender Kommentator, der in den letzten Jahren massgeblich dazu
beigetragen hat, dass die Werbewoche immer wieder durch eine
profilierte Meinung aufgefallen ist und sich nicht davor scheute,
gelegentlich anzuecken. Für eine unabhängige Wochenzeitung der
Kommunikationsbranche ist dies wichtig. Ich bin deshalb froh, dass wir
Oliver Classen als neuen Kolumnisten bei der Werbewoche begrüssen
dürfen. So können sich unsere Leserinnen und Leser weiterhin an seinen
scharfzüngigen und präzisen Kommentaren erfreuen.
> Pierre C. Meier, Chefredaktor
