Schweizer Werbemarkt: Nur Out-of-Home wächst im September
Der Werbedruck im Schweizer Werbemarkt liegt im September nach Angaben von Media Focus bei 370,7 Millionen Franken und damit 1,8 Prozent unter dem Vorjahr. Kumuliert bleibt ein leichtes Plus von 0,7 Prozent.

Nach einem positiven Auftakt ins Quartal konnte der Schweizer Werbemarkt den Aufschwung nach der Sommerpause nicht fortsetzen. Wie Media Focus im Werbemarkt Trend September 2026 mitteilt, belief sich der Werbedruck im September auf 370.7 Millionen Franken. Das sind 1.8 Prozent weniger als im Vorjahr. In der kumulierten Betrachtung (YTD) zeigt sich weiterhin eine leicht positive Entwicklung: Mit insgesamt 2’768.0 Millionen Franken liegt der Werbedruck 0.7 Prozent über dem Vorjahreswert.
Schweizer Werbemarkt: Out-of-Home als einziger Gewinner
Bei den klassischen Mediengruppen überwiegt im September die rückläufige Entwicklung. Einzig Out-of-Home wuchs um 13.0 Prozent. Den stärksten Rückgang verzeichnete Kino mit minus 28.3 Prozent, gefolgt von Print (minus 8.1 Prozent), Radio (minus 6.7 Prozent) und TV (minus 6.1 Prozent). Auch kumuliert weisen vier der fünf klassischen Mediengruppen Rückgänge aus. Out-of-Home liegt hier mit einem Plus von 17.0 Prozent vorne.
Digitaler Werbedruck durch Datenerhebung geprägt
Im digitalen Werbemarkt beträgt der Brutto-Werbedruck im September 171.0 Millionen Franken, was minus 28.9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Rückgang sei jedoch nicht als organische Marktentwicklung zu interpretieren, sondern wesentlich durch externe technische Einflüsse auf die Datenerhebung geprägt. Im September hat Google laut Mitteilung weltweit ein weiteres Sicherheitsupdate durchgeführt, was zu höherer Volatilität in der Datenerhebung führte. Der Vorjahresvergleich bleibt vor allem bei Search und YouTube eingeschränkt. Search hat einen Anteil von 58.9 Prozent, Display von 32.7 Prozent und YouTube von 8.4 Prozent.
Fahrzeugbranche legt zu, Tabakwaren brechen ein
Nur neun Branchen verzeichnen im September eine positive Entwicklung. Die Fahrzeugbranche wächst mit plus 26.2 Prozent prozentual am stärksten, was vor allem auf die OOH-Kampagne für den Volvo EX60 zurückzuführen sei. Die Nahrungsmittelbranche führt die Tabelle mit plus 1.6 Prozent an. Zugenommen haben zudem Verkehrsbetriebe (plus 21.0 Prozent), Telekommunikation (plus 17.4 Prozent), Bauen, Industrie, Einrichtung (plus 10.5 Prozent), Energie (plus 10.0 Prozent), Finanzen (plus 5.0 Prozent), Veranstaltungen (plus 0.6 Prozent) sowie Freizeit, Gastronomie, Tourismus (plus 0.1 Prozent).
Zwölf Branchen weisen einen Rückgang aus. Am deutlichsten fällt er bei Tabakwaren mit minus 89.0 Prozent aus, gefolgt von Dienstleistungen (minus 24.0 Prozent), Persönlicher Bedarf (minus 22.3 Prozent), Reinigen (minus 16.4 Prozent), Kosmetik & Körperpflege (minus 14.8 Prozent) und Initiativen & Kampagnen (minus 13.7 Prozent). Der Detailhandel hält sich trotz minus 5.1 Prozent auf Rang zwei.
Rankings in Search, Display und YouTube
Im klassischen Markt behauptet die Nahrungsmittelbranche kumuliert die Spitze, gefolgt von Detailhandel und Finanzbranche. Digital führt Freizeit, Gastronomie und Tourismus das YTD-Ranking an. Die Fahrzeugbranche liegt in beiden Märkten auf Rang sieben.
Bei Search belegt Booking.com unverändert Rang eins, gefolgt von Trivago.ch. Edreams.ch verdrängt Swisscom.ch auf Rang drei, Swisscom.ch fällt auf Rang fünf. Bei Display verteidigt Spusu.ch die Spitze vor dem Schweizer Obstverband und McDonald’s Restaurants. Bei YouTube übernimmt die YouTube Music Mobile App die Führung vor Pepsi Zero und Die Post My Post 24. McDonald’s ist das einzige Produkt, das bei Display und YouTube unter den Top zehn vertreten ist.
