Dentsu: So verändert KI die Beziehung zwischen Mensch und Marke
Der neue Consumer Vision Report von Dentsu analysiert anhand von mehr als 30.000 Interviews, wie Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Menschen und Marken verändert – und welche vier Zukunftskräfte die kommenden Jahre prägen werden.

KI und Markenvertrauen im Fokus einer globalen Zukunftsstudie
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Menschen und Marken? Welche Rolle spielen Originalität, Vertrauen und persönliche Weiterentwicklung in einer zunehmend automatisierten Welt? Antworten darauf liefert der neue Dentsu Consumer Vision Report: «Mothers of Reinvention». Das Thema KI und Markenvertrauen steht dabei im Zentrum einer globalen Bestandsaufnahme, die auf mehr als 30.000 Konsumenteninterviews sowie Einschätzungen von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Technologie, Kultur und Gesellschaft basiert. Ziel der Studie sei es, Unternehmen eine Orientierung für die kommenden Jahre zu geben und frühzeitig auf entscheidende Veränderungen hinzuweisen.
Vier Zukunftskräfte als Orientierungsrahmen
Der Report identifiziert vier zentrale Zukunftskräfte, die nach Einschätzung von Dentsu den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel massgeblich beeinflussen werden.
Die erste Kraft, «Symbiotic Systems», beschreibt, wie sich Technologie von einem Werkzeug zu einem intelligenten Begleiter entwickelt. KI-Agenten sollen zunehmend eigenständig Aufgaben übernehmen, Entscheidungen vorbereiten und Menschen im Alltag unterstützen. Die Beziehung zwischen Menschen und Technologie werde dadurch enger und kooperativer – mit neuen Anforderungen an Transparenz, Vertrauen und Kontrolle.
Die zweite Kraft, «Ingenuity Awakened», fokussiert auf Kultur: Je einfacher KI Inhalte, Ideen und Kreativleistungen erzeugen kann, desto stärker gewinnen menschliche Originalität, Kreativität und Authentizität an Bedeutung. In einer Welt unbegrenzt verfügbarer Inhalte würden individuelle Perspektiven, kulturelle Relevanz und echte menschliche Schaffenskraft zu zentralen Differenzierungsmerkmalen.
Unter «Infinite Reinvention» fasst der Report zusammen, wie Menschen ihre Identität, Fähigkeiten und Lebenswege künftig flexibler gestalten werden als je zuvor. Neue Technologien ermöglichten es, schneller zu lernen, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln und individuelle Ziele zu verfolgen. Konsument:innen erwarteten deshalb zunehmend Unterstützung bei ihrer kontinuierlichen persönlichen Entwicklung und Neuerfindung.
Die vierte Kraft, «Wayfinder Brands», beschreibt eine Erweiterung der Markenrolle: vom blossen Anbieter von Produkten und Dienstleistungen hin zum Orientierungspartner. Verbraucher:innen erwarteten von Unternehmen nicht nur relevante Angebote, sondern auch Inspiration, Hilfestellung und glaubwürdige Werte. Erfolgreiche Marken würden diejenigen sein, die Menschen dabei unterstützen, bessere Entscheidungen zu treffen und ihre langfristigen Ziele zu erreichen.
Hohe Erwartungen an KI und Markenvertrauen
Ein zentrales Ergebnis der Studie: Konsument:innen sehen KI zunehmend als Partner zur persönlichen Weiterentwicklung. 70 Prozent glauben laut Report, dass KI helfen wird, menschliches Potenzial freizusetzen. Gleichzeitig sind 88 Prozent der Befragten der Ansicht, dass echte Kreativität in Zukunft noch wichtiger werden wird.
Die Erwartungen an Marken sind dabei besonders hoch: 87 Prozent geben an, dass Marken besonders erinnerungswürdig sein werden, wenn sie Menschen inspirieren und bei ihrer Entwicklung unterstützen. Noch deutlicher fällt die Forderung nach Kohärenz aus: 91 Prozent verlangen eine konsequente Übereinstimmung von Werten und tatsächlichem Handeln – ein klares Signal, dass Glaubwürdigkeit zur Kernkompetenz von Marken avanciert.
Der Consumer Vision Report «Mothers of Reinvention» ist unter https://www.dentsu.com abrufbar.
