Gen Z Studie Schweiz: Drei Profile statt ein Klischee
Die Generation Z gibt es nicht – das zeigt eine neue Grundlagenstudie von „Klar Employer Identity“ und „Blue Eyes Marketing“. Wer junge Talente gezielt ansprechen will, muss Werthaltungen kennen, nicht Geburtsjahre.
«Faul», «sinnsuchend», «ständig am Handy» – die Etiketten, die der Generation Z angehängt werden, sind zahlreich. Was sie alle gemeinsam haben: Sie beschreiben niemanden wirklich. Eine neue Grundlagenstudie – der «PULS GenZ 2026» – räumt nun systematisch mit diesen Pauschalisierungen auf. Entstanden ist die Gen Z Studie Schweiz in Zusammenarbeit zwischen der Employer-Branding-Agentur KLAR Employer Identity und dem Marktforschungsinstitut blue eyes marketing. Das Ergebnis: Hinter dem Generationenlabel verbergen sich drei Typen, die in fast allem, was Arbeitgebende interessiert, diametral auseinanderliegen.
Psychografische Daten statt demografischer Annahmen
Grundlage der Studie ist die BlueMind-Psychografie von blue eyes marketing, die auf einem Referenzraum von mehr als 30’000 Interviews basiert und repräsentativ für die Schweiz ist. Ergänzt wurde diese bewährte Segmentierungsmethode durch eine Grundlagenstudie mit 617 Befragten aus dem Februar 2026. Damit wurde die Generation Z erstmals nicht nach Geburtsjahr, sondern nach Werthaltungen, Motiven und psychografischen Mustern untersucht.
«Wer versucht, diese Zielgruppe im Giesskannenprinzip mit einer GenZ-Strategie zu erreichen, wirft Geld aus dem Fenster», lautet das gemeinsame Fazit von KLAR Employer Identity und blue eyes marketing. Die Symbiose aus messbarer Psychografie und zielgerichteter Employer Identity soll zeigen: Wenn man junge Menschen nicht demografisch, sondern nach ihren Werten segmentiert, wird aus einer vermeintlich «schwierigen Generation» eine nachvollziehbare Zielgruppe.
Die drei Gen-Z-Profile der Studie Schweiz im Detail
Die Studie identifiziert drei klar unterschiedliche Personas, die für Rekrutierung, Integration, Führung und Kommunikation relevant sind:
The Guardian – Der sicherheitsbedachte Pragmatiker sucht Stabilität und Planbarkeit in einer von Krisen geprägten Welt. Lohn dient ihm als Schutzschild gegen Zukunftsängste. Boni interessieren ihn kaum; was ihn hält, ist Beständigkeit. Mit 23 Prozent überdurchschnittlicher Arbeitsfreude ist er motiviert – aber nur solange das Umfeld verlässlich bleibt. Sein Motto: «Fels in der Brandung statt Surfer auf der Welle».
The Activist stellt Sinn über Gewinn. Für diese Gruppe ist der Job primär ein Vehikel für die eigenen Werte. Der moralische Kompass des Arbeitgebenden wird kritischer geprüft als die Bilanz. The Activist ist laut Studie 51 Prozent mehr als der Durchschnitt bereit, gerne zu arbeiten – aber nur wenn der Arbeitgeber moralisch überzeugt. Bei Greenwashing ist er der Erste, der geht: 72 Prozent der Befragten würden einen Arbeitgebenden sofort verlassen, wenn sich ein Nachhaltigkeitsversprechen als reines Marketing entpuppt. Nur diese spezifische Gruppe ist bereit, für echte Nachhaltigkeit auf Lohn zu verzichten. Sein Motto: «Sinnhaftigkeit ist nicht verhandelbar».
The High Performer denkt transaktional. Arbeit ist die Bühne für den individuellen Aufstieg. Diese Persona sucht die Herausforderung, nicht die Work-Life-Balance. Feedback, Wertschätzung und Ausgleich interessieren ihn 31 Prozent weniger als den Durchschnitt. Er will Aufstieg, Verantwortung und eine Plattform für Ambitionen. Überraschend: The High Performer zeigt die höchste Bereitschaft zum Lohnverzicht für Nachhaltigkeit – nicht aus Überzeugung, sondern weil er ökologische Stabilität als Voraussetzung für seine eigene Karrierezukunft berechnet. Sein Motto: «Turbo statt Teilzeit».
Konsequenzen für Arbeitgebende
Die drei Profile machen deutlich, wie unterschiedlich die Anforderungen junger Arbeitnehmender tatsächlich sind. Diese drei Typen mit demselben HR-Konzept anzusprechen, wäre laut den Studienautorinnen und -autoren so, als würde man drei verschiedene Krankheiten mit derselben Pille behandeln. Klar Employer Identity und Blue Eyes Marketing überführen die Erkenntnisse in konkrete Empfehlungen für Arbeitgebende, damit diese gezielter und effizienter agieren können.
Den Studienextrakt kann kostenlos unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://www.klar.agency/studie
Verantwortlich bei Klar Employer Identity: Christian Dietrich, Geschäftsführer. Verantwortlich bei Blue Eyes Marketing: Markus Britschgi, Geschäftsführer.
