ZFF ehrt «Heldin»-Regisseurin Petra Volpe in Los Angeles
Das Zurich Film Festival (ZFF) zeichnet die Schweizer Regisseurin Petra Volpe am Montag, 12. Januar, in Los Angeles für ihren Film «Heldin» mit dem Goldenen Auge aus. Die Ehrung erfolgt im Rahmen eines For-Your-Consideration-Screenings (FYC) ihres Films «Heldin» für Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS).
«Heldin» steht auf der Oscar-Shortlist für den besten internationalen Film. Das Screening wird vom ZFF gehostet und in Zusammenarbeit mit dem US-Verleih Music Box Films im Soho House Los Angeles organisiert. Petra Volpe wird die Auszeichnung persönlich entgegennehmen.
Seit seiner Gründung setzt sich das Zurich Film Festival für den Schweizer Film ein – für neue Talente, starke Geschichten und deren Sichtbarkeit im Kino. Dieses Engagement endet nicht an den Festivalgrenzen: Mit gezielten Branchenanlässen, internationalen Screenings und einer verstärkten Präsenz während der Award Season fördert das ZFF auch die internationale Ausstrahlung Schweizer Filme und Filmschaffender. Nun ehrt das ZFF Petra Volpe für ihren Film «Heldin».
«Petra Volpe ist mit «Heldin» abermals ein sozialrealistischer Autorenfilm am Puls der Zeit gelungen, der ein Schlaglicht auf die prekären Verhältnisse im Pflegeberuf wirft und sich vor dem Einsatz der Pflegenden verneigt», erklärt Christian Jungen, CEO des ZFF. «In der Schweiz avancierte «Heldin» mit über 200’000 Kinobesucherinnen und -besuchern zum erfolgreichsten einheimischen Film des Jahres und stiess eine Debatte für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege an. Für die cineastische Qualität und die diskursive Kraft ihres Meisterwerks zeichnen wir Volpe mit dem Goldenen Auge aus und wünschen ihr viel Erfolg im Oscarrennen.»
Auch Petra Volpe freut sich über die bevorstehende Ehrung: «Wir freuen uns enorm über diesen Preis und diese besondere Anerkennung. «Heldin» ist weiterhin weltweit unterwegs und zeigt, dass der Schweizer Film internationale Strahlkraft haben kann. Ich habe eine besondere Beziehung zum ZFF, denn dort hat mein erster Kinofilm Premiere gefeiert. Es ist schön zu sehen, wie sich das Festival entwickelt hat, und ich möchte mich ganz herzlich bei Christian Jungen und dem ganzen Team für den Preis sowie die Unterstützung bei der Oscar-Kampagne bedanken. Und was unsere Chancen angeht: You gotta believe!»

Eine langjährige Verbindung zwischen Petra Volpe und dem ZFF
Petra Volpes Weg ist seit vielen Jahren eng mit dem Zurich Film Festival verbunden. Bereits 2013 feierte sie mit ihrem Langfilmdebüt «Traumland» Weltpremiere im ZFF-Wettbewerb und erhielt grosse internationale Aufmerksamkeit. 2022 war Volpe Mitglied der internationalen Spielfilmjury des ZFF unter dem Vorsitz von Asghar Farhadi. Im selben Jahr präsentierte sie als Drehbuchautorin den Film «Die Goldenen Jahre» (Regie: Barbara Kulcsar) am Festival.
Auch mit ihrem Film «Heldin» war Petra Volpe am Zurich Film Festival präsent: Das ZFF organisierte ein For-Your-Consideration-Screening für die Teilnehmenden des ZFF Summit. Die Hauptrolle spielt Leonie Benesch – sie war 2025 als Jurorin der Internationalen Spielfilmjury am ZFF tätig. Das Drama über die herausfordernde Nachtschicht einer Krankenschwester entwickelte sich mit über 200’000 Kinobesucherinnen und -besuchern zu einem der erfolgreichsten Schweizer Filme der letzten Jahre und steht auf der Oscar-Shortlist für den besten internationalen Film. Diesen aussergewöhnlichen Erfolg würdigt das ZFF nun mit der Auszeichnung von Petra Volpe in Los Angeles.
Petra Volpe – eine der prägenden Stimmen des Schweizer Films
Petra Volpe (*1970 in Suhr, Aargau, Schweiz) zählt zu den erfolgreichsten und international profiliertesten Schweizer Filmemacherinnen. Nach ihrem Studium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam etablierte sie sich sowohl als Regisseurin wie auch als Drehbuchautorin. Ihr Spielfilm «Die göttliche Ordnung» (2017) avancierte zu einem der erfolgreichsten Schweizer Filme aller Zeiten, wurde weltweit an Festivals gezeigt und als offizieller Schweizer Beitrag für den Oscar eingereicht. Mit «Heldin» gelang Volpe nun erstmals der Sprung auf die Oscar-Shortlist. In ihren Arbeiten widmet sie sich konsequent gesellschaftlich relevanten Themen, die sie mit grosser emotionaler Kraft, präziser Figurenzeichnung und hoher dramaturgischer Qualität erzählt. Ihr neuer Film «Frank & Louis» – eine internationale Co-Produktion und ihr erster englischsprachiger Film – wurde ins Programm des Sundance Film Festival 2026 eingeladen.
Kontinuität der ZFF-Präsenz in Hollywood
Mit der Ehrung von Petra Volpe setzt das Zurich Film Festival seine Präsenz in Hollywood fort. Nach der Auszeichnung von Tim Fehlbaum im Jahr 2024 in Los Angeles unterstreicht das ZFF erneut seine Rolle als jenes Festival, das Schweizer Filmschaffende nicht nur frühzeitig begleitet, sondern sie auch auf ihrem internationalen Weg unterstützt sowie Sichtbarkeit und Vernetzung während er Award Season schafft.

