NZZ Weiterbildungs-Offensive zu künstlicher Intelligenz für die Redaktion
Nach zwei erfolgreichen Runden setzt die NZZ ihre Weiterbildungsoffensive fort: Ab Januar 2026 startet sie gemeinsam mit dem MAZ. Institut für Journalismus und Kommunikation ein mehrtägiges Weiterbildungsprogramm zum Thema «Künstliche Intelligenz im Journalismus». Ziel ist es, Redaktorinnen und Redaktoren aller Ressorts das Wissen zu vermitteln, KI gezielt und verantwortungsvoll als Hilfsmittel in ihrer Arbeit einzusetzen.

«Wir wollen die Chancen von KI nicht von der Seitenlinie aus beobachten, sondern sie aktiv in unsere Arbeit integrieren und gemeinsam auch ihre Grenzen ausloten», sagt Eric Gujer, Chefredaktor der NZZ. «Die Weiterbildung vermittelt, wie KI den journalistischen Arbeitsprozess sinnvoll unterstützen kann – bei Recherche, Strukturierung und Aufbereitung von Inhalten sowie beim Entwickeln neuer digitaler Formate.»Die Schulung umfasst drei Tage und wird zwischen Januar und Juli mehrfach durchgeführt, damit alle Interessierten teilnehmen können. Bereits rund 200 Mitarbeitende haben sich angemeldet. Ziel ist, dass alle Redaktionsmitarbeitenden von NZZ und «NZZ am Sonntag» ihre Kompetenzen im Umgang mit KI erweitern können.
Theoretische Grundlagen und praxisnahe Anwendungen
Bereits 2023 bis 2025 wurden im Rahmen der Initiative «Digitales Wissen» vier verschiedene Kurse bei der NZZ angeboten – mit Schwerpunkten wie Open Source Intelligence (OSINT), Datenjournalismus, Audience-Analyse und digitale Recherchetools. Das Angebot stiess auf grosses Interesse: Weit über 200 Redaktionsmitarbeitende von NZZ und «NZZ am Sonntag» nahmen teil. Mit dem Fokus auf KI als Arbeitsinstrument wird das Programm gezielt weitergeführt und ausgebaut.
«KI verändert den Journalismus grundlegend – umso wichtiger ist es, dass unsere Teams verstehen, wie sie die Technologie sinnvoll unterstützend einsetzen», sagt Carola Ettenreich, Leiterin Operations der NZZ. Gemeinsam mit dem MAZ hat sie das Programm entwickelt und koordiniert.
«Die NZZ geht das Thema KI mit der nötigen Ambition und journalistischer Sorgfalt an», sagt MAZ-Studienleiter Reto Vogt. «Genau diese Kombination ist entscheidend. Denn nur wer sich tiefgreifend mit KI auseinandersetzt, kann ihr Potenzial nutzen ohne dabei journalistische Verantwortung aus der Hand zu geben.»
