Kurzfilmtage Winterthur: Von Algen bis Algorithmen
Die 29. Internationalen Kurzfilmtage Winterthur präsentieren vom 4. bis 9. November ein Festival der Kontraste. Mit Fokusprogrammen zu indischem Kino und dem Verhältnis von Körper und Raum sowie einer Rekordzahl an Weltpremieren verspricht das Festival neue Perspektiven auf Natur, Bewegung und Technologie.

Algen, die Menschen überwuchern, Körper, die Räume neu definieren, und Maschinen, die träumen lernen: Die 29. Internationalen Kurzfilmtage Winterthur verweben vom 4. bis 9. November 2025 Natur, Bewegung und Technologie zu einem aussergewöhnlichen Festivalprogramm.
Der diesjährige Festivaltrailer «Algen» von Matthias Sahli und Immanuel Esser setzt den Ton: In kristallklaren Flussbecken breitet sich eine rot glitzernde Wasseralge aus. Menschen versuchen, sie zu entfernen, doch an Land geworfen überwuchert sie Steine und Badegäste, bis sie alles vereinnahmt. Mit analogem Charme und Glitzer-Ästhetik erschaffen die Filmemacher eine dystopische Vision, die erschreckend real wirkt.

Das Festivalprogramm 2025 präsentiert zwei Schwerpunkte: Der «Fokus: Cinema of India» führt durch mehr als 100 Jahre indische Filmgeschichte und zeigt in sechs Kurzfilmprogrammen die Vielfalt des Subkontinents jenseits von Bollywood. Im «Fokus: Motion in Motion» wird der menschliche Körper zum politischen Statement – zwischen Ekstase, Widerstand und Gemeinschaft.
Ein besonderes Highlight erwartet die Branchengäste: Nebojša Slijepčević, preisgekrönter Regisseur von «The Man Who Could Not Remain Silent» (European Film Award «Best Short Film», Kurzfilmtage-Publikumspreis, Oscar-Nominierung), wird die Keynote Speech am Industry Lab halten.
