Halbierungsinitiative: Allianz Pro Medienvielfalt kämpft für starke SRG

Der Ständerat empfiehlt die Halbierungsinitiative zur Ablehnung. Die Allianz Pro Medienvielfalt intensiviert nun ihren Einsatz für eine ausreichend finanzierte SRG. Im Frühling 2026 entscheidet das Stimmvolk über die Zukunft des Service public.

Aktion der Allianz Pro Medienvielfalt gegen die Halbierungsinitiative
Die Allianz Pro Medienvielfalt setzt sich für eine starke SRG ein. Bild: martinbichsel

Die Allianz Pro Medienvielfalt begrüsst den klaren Entscheid des Ständerats gegen die Halbierungsinitiative. Die Volksabstimmung im Frühling 2026 wird zeigen, ob die SRG weiterhin ein umfassendes Programm in allen vier Landessprachen anbieten kann.

Die Initiative fordert eine Reduktion der Medienabgabe von 335 auf 200 Franken pro Haushalt und will Unternehmen vollständig von der Abgabe befreien. Bei einer Annahme müsste die SRG ihr Angebot massiv einschränken und zahlreiche regionale Standorte schliessen.

«In den Bergregionen und für unsere sprachlichen Minderheiten ist die SRG mehr als nur ein Sender. Wenn sie halbiert wird, droht eine Lücke im öffentlichen Diskurs. Das gilt für Graubünden genauso wie für die Romandie und das Tessin», warnt Martin Candinas, Nationalrat (Die Mitte/GR).

Die Allianz Pro Medienvielfalt, die mittlerweile 4500 Einzelpersonen und 25 Organisationen umfasst, verstärkt ihr Engagement. Bereits im letzten Sommer setzte sie mit der Aktion «Fahnenmeer» ein Zeichen: In der ganzen Schweiz wurden 4000 Fahnen mit der Botschaft «Demokratie braucht unabhängige Medien – Nein zur Halbierungsinitiative!» aufgehängt.

«In Zeiten von Fake-News, Desinformation und KI-generierten Inhalten ist die Rolle der SRG noch wichtiger. Wir brauchen verlässlichen Journalismus – in allen Landesteilen und Sprachen. Das schützt – und stärkt – die Demokratie», betont alt-Ständerat Olivier Français (FDP-Liberale/VD).

Die Allianz begrüsst die Unterstützung des Komitees «Nein zur Halbierungsinitiative» und ruft alle demokratischen Kräfte dazu auf, sich gemeinsam gegen die Initiative einzusetzen. Gerade in Krisenzeiten sei eine starke, unabhängige SRG von besonderer Bedeutung.

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