33 Jahre Kunstgeschichte digital zugänglich

Die Galerie Susanna Kulli lanciert mit «Kunst im Gespräch» ein digitales Zeitzeugnis, das drei Jahrzehnte Schweizer Ausstellungskultur online verfügbar macht. Das Archiv umfasst Ausstellungen, Künstlergespräche und Pressestimmen von 1983 bis 2018.

Digitales Archiv der Galerie Susanna Kulli
Das neue Online-Archiv der Galerie Susanna Kulli macht Kunstgeschichte digital erlebbar. Bild: zvg

Ein bedeutendes Stück Schweizer Kunstgeschichte wird digital zugänglich: Die Galerie Susanna Kulli präsentiert ihr gesamtes Archiv von 1983 bis 2018 in einem innovativen Online-Format. Das Projekt «Kunst im Gespräch – ein digitales Zeitzeugnis» vereint Ausstellungsdokumentationen, Klangaufnahmen und Pressestimmen auf einer interaktiven Plattform.

Drei Jahrzehnte Ausstellungskultur werden durch das digitale Archiv grenzenlos erlebbar. Was in St. Gallen begann und später in Zürich fortgeführt wurde, findet nun seinen Weg in den digitalen Raum. «Meine Galerie verstand ich immer auch als Ort des Dialogs», erklärt Susanna Kulli. «Es ist erfrischend, nicht nur wegen der aktuellen Hitze, sondern auch im konservativen Welt- und Kunstgeschehen wieder wache Stimmen zu hören.»

Digitales Archiv Interface
Die Plattform bietet verschiedene Zugänge zur Kunstgeschichte: Gallery, Artists und Conversations. Bild: zvg

Das Archiv öffnet drei Zugangspforten zur Kunst: «Gallery» dokumentiert die komplette Ausstellungschronik mit Bildern, Pressestimmen und kuratorischen Texten. «Artists» widmet sich den Künstlerinnen und Künstlern der Galerie mit Werkserien und unveröffentlichten Aufnahmen. Das Herzstück «Conversations» macht restaurierte Künstlergespräche mit Persönlichkeiten wie Silvie Defraoui, John M Armleder, Thomas Hirschhorn sowie Kuratorinnen und Kuratoren wie Rein Wolfs und Bice Curiger zugänglich.

Das Projekt, unterstützt von Memoriav, der Stadt St. Gallen und Kulturplus Kanton St. Gallen, bietet der internationalen Kunstwissenschaft erstmals uneingeschränkten Zugang zu Primärquellen der Schweizer Ausstellungsgeschichte. Forschende erhalten wertvolles Vergleichsmaterial zu kuratorischer Praxis und Oral History, während die Öffentlichkeit ein faszinierendes auditiv-visuelles Gedächtnis der Schweizer Kunstszene erkunden kann.

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