Zu guter Letzt: Handyrazzis im Anmarsch
Für Prominente stehen die Handyfotowettbewerbe der deutschen Zeitungen und Zeitschriften, die mit attraktiven Geldsummen locken, an der Schwelle zur ernsthaften Lästigkeit.
Immer häufiger veröffentlichen Zeitungen und Zeitschriften Fotos, die von Amateuren gemacht wurden. Derzeit werben mehrere deutsche Magazine gar um Handyfotos. So ködert beispielsweise die Illustrierte Stern mit einem Preisgeld von 1000 Euro für beeindruckende Schnappschüsse. Den Weiterverkauf behält sich das Blatt vor und streicht die Hälfte möglicher Erlöse für sich ein, wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet. «5000 Euro für ein Papst-Foto» verkündete auch die Bildzeitung am vergangenen Donnerstag auf der Titelseite.
Seit der Fussball-WM druckt die Bildzeitung täglich Schnappschüsse von Lesern. Dumm gelaufen ist es beispielsweise für einen Berliner Polizisten, der in Uniform, aber ohne Helm auf dem privaten Motorrad fotografiert wurde. Als das Handyfoto in Bild abgedruckt wurde, versicherte ein Polizeisprecher, man werde versuchen herauszubekommen, wer dieser Beamte sei, berichtet Focus. Für Prominente stehen die Handyfotowettbewerbe der deutschen Zeitungen an der Schwelle zur ernsthaften Lästigkeit. So ärgert sich gemäss Focus beispielsweise Harald Schmidt über die unzähligen Handy-Displays, die ihn auf seinem Heimweg bestaunen.
Medienrechtler und Burda-Anwalt Robert Schweizer befürchtet, dass die neue Generation der Handyrazzis, herbeigerufen unter anderem duch die unzähligen Zeitungswettbewerbe, Gerichte dazu verleiten könnte, die Pressefreiheit noch weiter einzuschränken, als dies heute schon der Fall ist.
Seit der Fussball-WM druckt die Bildzeitung täglich Schnappschüsse von Lesern. Dumm gelaufen ist es beispielsweise für einen Berliner Polizisten, der in Uniform, aber ohne Helm auf dem privaten Motorrad fotografiert wurde. Als das Handyfoto in Bild abgedruckt wurde, versicherte ein Polizeisprecher, man werde versuchen herauszubekommen, wer dieser Beamte sei, berichtet Focus. Für Prominente stehen die Handyfotowettbewerbe der deutschen Zeitungen an der Schwelle zur ernsthaften Lästigkeit. So ärgert sich gemäss Focus beispielsweise Harald Schmidt über die unzähligen Handy-Displays, die ihn auf seinem Heimweg bestaunen.
Medienrechtler und Burda-Anwalt Robert Schweizer befürchtet, dass die neue Generation der Handyrazzis, herbeigerufen unter anderem duch die unzähligen Zeitungswettbewerbe, Gerichte dazu verleiten könnte, die Pressefreiheit noch weiter einzuschränken, als dies heute schon der Fall ist.
