Neues Online-Portal bringt Lokaljournalismus zurück in die Region
Mit bezirk.ch startet eine neue News-Plattform für unabhängigen Lokaljournalismus in Adliswil, Thalwil, Rüschlikon und Kilchberg. Das kostenlose Angebot wird durch ein monatliches Printmagazin ergänzt.

Die lokale Medienlandschaft erhält Zuwachs: Ab sofort haben Adliswil, Thalwil, Rüschlikon und Kilchberg mit bezirk.ch eine neue journalistische Stimme. Die News-Plattform der Bezirk Medien AG setzt auf kritischen, offenen und partizipativen Journalismus ohne Bezahlschranke.
Das Konzept sieht vor, die durch den Rückzug überregionaler Medienhäuser entstandene Lücke in der lokalen Berichterstattung zu füllen. Ende Dezember folgt zudem die erste Ausgabe des kostenlosen Printmagazins «Bezirk», das monatlich in alle Haushalte der vier Gemeinden verteilt wird.
Die Finanzierung des Projekts basiert auf mehreren Säulen: Die Raiffeisenbank Thalwil fungiert als Finanzpartnerin, weitere Themen- und eine Hauptpartnerschaft werden in Kürze bekannt gegeben. Zusätzlich können Leserinnen und Leser mit einem Support-Abo den lokalen Journalismus direkt fördern. Für Unternehmen bietet die Plattform gezielte Werbemöglichkeiten in der Region.
Ein besonderes Merkmal von bezirk.ch ist der partizipative Ansatz: Neben dem professionellen Redaktionsteam können auch Vereine, Institutionen, Parteien und Behörden Beiträge einreichen – unter der Voraussetzung, dass diese den redaktionellen Richtlinien entsprechen und von öffentlichem Interesse sind.
Für die redaktionelle Koordination zeichnet das Kommunikations-Revier aus Langnau am Albis verantwortlich. Das Team bringt über ein halbes Jahrhundert journalistische Erfahrung mit. «Gerade weil sich lokale Behörden durch den Rückgang der journalistischen Berichterstattung schon zu sehr an die Hoheit ihrer eigenen Kommunikation gewöhnt haben, müssen wir wieder genauer hinschauen», erklärt Redaktionsleiter Pascal Münger.
Verleger Samuel Rudolf von Rohr sieht in bezirk.ch einen wichtigen Beitrag zur Zukunft des Lokaljournalismus: «Wir sind überzeugt, dass lebendige Nachbarschaften und starke Gemeinden unabhängig aufbereitete Informationen brauchen.»
