Zu guter Letzt: Echte News und ihre Parodie
Die «Daily Show with Jon Stewart» ist eine ungeheuer populäre Persiflage der klassischen Newssendung. Jon Stewart selbst gibt den Anchorman und ist dabei überzeugender als manches Original.
Die «Daily Show with Jon Stewart» ist eine ungeheuer populäre Persiflage der klassischen Newssendung. Jon Stewart selbst gibt den Anchorman und ist dabei überzeugender als manches Original. Seit den Wahlen 2004 jammern die Experten, dass ganze Heerscharen von Zuschauern «Daily Show with Jon Stewart» den seriösen Abendnews vorziehen. Die Sorge ist nun, dass hier eine mit Ironie durchtränkte Generation heran wächst, die der politischen Presse das Desinteresse und den Zynismus nur so um die Ohren haut. Schlimmer noch, diese Leute, so wird befürchtet, werden so unbeteiligt und sorglos sein, weil sie falsch informiert werden – durch eine Comedy-Show, die sie für glaubwürdiger halten als die echten News.
Die Studie von Julia R. Fox, einer Assistenzprofessorin für Telekommunikation an der Indiana University zeigte nun, weshalb die Show fast über Gebühr funktioniert: sie hat Substanz, sie ist eine legitime Informationsquelle. Allein die Gäste: der pakistanische Präsident Musharraf plauderte in der Sendung über sein neues Buch, Bill Clinton nahm Platz auf dem «Seat of Heat». Begehrte Talkgäste wie der ehemalige und sehr skandalträchtige Gouverneur von New Jersey erteilte dem Übertalker David Letterman eine Absage, nur um bei Jon Stewart aufzutreten.
Julia Fox wollte es genauer wissen, wie das so ist mit der Substanz, deshalb führte sie eine sekundengenaue vergleichende Analyse von traditionellen Newssendungen und der Show von Jon Stewart durch. Diese Messungen ergaben, dass die die Parodie zwar durchwegs mehr Humor als Substanz bietet – nur: die gleichen Messungen zeigten ebenso, dass herkömmliche Newssendungen oft mehr Hype als Substanz ausstrahlten. Und beim durchschnittlichen Anteil von Video- und Audiosubstanz unterschieden sich die echten News kaum von der Parodie.
Was ist die Moral der Geschichte? Geht es um Information, sollte man sich nie – NIE – auf nur eine Quelle verlassen. Frau Professorin Fox auf jeden Fall meint nach Durchführung der Studie, dass man sich über beide Informationsquellen gleichermassen Sorgen machen muss – denn sie sind beide nicht besonders gehaltvoll.
Die Studie von Julia R. Fox, einer Assistenzprofessorin für Telekommunikation an der Indiana University zeigte nun, weshalb die Show fast über Gebühr funktioniert: sie hat Substanz, sie ist eine legitime Informationsquelle. Allein die Gäste: der pakistanische Präsident Musharraf plauderte in der Sendung über sein neues Buch, Bill Clinton nahm Platz auf dem «Seat of Heat». Begehrte Talkgäste wie der ehemalige und sehr skandalträchtige Gouverneur von New Jersey erteilte dem Übertalker David Letterman eine Absage, nur um bei Jon Stewart aufzutreten.
Julia Fox wollte es genauer wissen, wie das so ist mit der Substanz, deshalb führte sie eine sekundengenaue vergleichende Analyse von traditionellen Newssendungen und der Show von Jon Stewart durch. Diese Messungen ergaben, dass die die Parodie zwar durchwegs mehr Humor als Substanz bietet – nur: die gleichen Messungen zeigten ebenso, dass herkömmliche Newssendungen oft mehr Hype als Substanz ausstrahlten. Und beim durchschnittlichen Anteil von Video- und Audiosubstanz unterschieden sich die echten News kaum von der Parodie.
Was ist die Moral der Geschichte? Geht es um Information, sollte man sich nie – NIE – auf nur eine Quelle verlassen. Frau Professorin Fox auf jeden Fall meint nach Durchführung der Studie, dass man sich über beide Informationsquellen gleichermassen Sorgen machen muss – denn sie sind beide nicht besonders gehaltvoll.
