Cyberangriff auf OneLog: Verlage im Unklaren, Inhalte vorübergehend frei

Nach einem Cyberangriff auf OneLog, das gemeinsame Login der Schweizer Digital-Allianz, bleiben die Auswirkungen unklar, wie der zweiten Mitteilung zu entnehmen ist. Trotz intensiver Untersuchungen konnte bisher offenbar nicht geklärt werden, ob Daten in die Hände Dritter gefallen sind – brisant, da sich OneLog als datenschutzkonforme Alternative zu internationalen Techplattformen positioniert.

Tamedia führt

Der Cyberangriff auf OneLog, das zentrale Login der Schweizer Digital-Allianz und Zusammenschluss der grössten Medien- und Verlagshäuser des Landes, sorgt weiter für Unsicherheit. Seit Donnerstag, 24. Oktober 2024, ist die Anmeldung für Angebote von Ringier und TX Group nicht möglich, während betroffene Inhalte, inklusive Paywall-Artikel und E-Paper, vorübergehend frei zugänglich sind. Für NZZ und CH Media, die OneLog bisher noch nicht eingeführt haben, bestehen keine Einschränkungen. Wie der zweiten Mitteilung zu entnehmen ist, sind die Analysen des Angriffs zwar im Gange, konkrete Ergebnisse konnten jedoch nicht vorgelegt werden. Ob Nutzerdaten in die Hände Dritter gelangten, bleibt also ungewiss.

Die Funktionsweisen und Prozesse von OneLog sind auf strikte Datenschutzrichtlinien ausgelegt, wie die Schweizer Digital-Allianz betont. Seit Bekanntwerden des Angriffs steht OneLog in engem Kontakt mit Behörden in der Schweiz und der EU und versichert eine möglichst transparente Kommunikation. Besonders brisant ist der Vorfall, da OneLog eine lokale und datenschutzkonforme Alternative zu den grossen internationalen Techplattformen bieten soll, deren datenintensive Strategien von Schweizer Verlagshäusern oft kritisiert werden.

Aufgrund laufender Ermittlungen können derzeit keine weiteren Details bekanntgegeben werden. OneLog und die beteiligten Verlage betonen, dass ihnen eine schnelle Wiederherstellung und umfassende Aufklärung wichtig sind. Weitere Informationen folgen so bald wie möglich.

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