Zu guter Letzt: Die Red-Kampagne ist ein Marketing-Fiasko
Als sich Gap, Apple und Motorola zusammenschlossen, um die Red-Kampagne zu lancieren, sah es so aus, als würde viel Geld in die Kassen des «Global Fund to Fight AIDS» fliessen. Doch der Erlös blieb trotz massiven Investitionen und auffallendem Celebrity-Einsatz mehr als mittelmässig.
Als sich Gap, Apple und Motorola zusammenschlossen, um die Red-Kampagne zu lancieren, sah es so aus, als würde viel Geld in die Kassen des «Global Fund to Fight AIDS» fliessen. Doch der Erlös blieb trotz massiven Investitionen und auffallendem Celebrity-Einsatz mehr als mittelmässig.
Mit der Red-Kampagne sollte die Öffentlichkeit auf die AIDS-Problematik sensibilisiert und ermuntert werden, Red-Produkte zu kaufen, um den Fund zu unterstützen. Christy Turlington liess sich in Yoga-Pose für GAP-Plakate ablichten, Chris Rock spielte in Motorola-Werbespots mit und Bono, der Weltretter im Dauereinsatz, konnte natürlich ebenfalls für die Kampagne gewonnen werden.
Alles umsonst: Die Marketing-Kosten dürften sich laut Expertenschätzung auf über 100 Millionen belaufen. Doch bis jetzt generierte die Kampagne nur mickrige 18 Millionen Dollar. Wieso sollte man auch auf Bono und Konsorten hören, wenn sie einen auffordern, Unternehmen zu bereichern, um AIDS-Kranke zu retten? Eben weil man auch Prosecco aus der Dose trinkt, wenn Paris Hilton es für obercool erklärt.
Der mässige Erlös der Red-Kampagne ist ein Grund mehr für Non-Profit-Organisationen, vor solchen Aktionen zurückzuscheuen. Marc Rosenmann, Professor an der Universität von Cincinnati, erklärt: «Es gibt Bedenken, dass die Wirtschaft sich die Patina der Philantropie zulegt und philantropisches Handeln verdrängt oder sogar ersetzt.» Die Frage drängt sich auf: Verleitet das Konzept des smarten Konsums wie ihn Oprah Winfrey oder Bono vormachen wirklich zur Bewusstwerdung über die eigene Fähigkeit, etwas zu verändern oder vielleicht eher zur Gewissensberuhigung, wenn man sich wieder Überflüssiges geleistet hat, weil es zu einem guten Zweck ist?
Mit der Red-Kampagne sollte die Öffentlichkeit auf die AIDS-Problematik sensibilisiert und ermuntert werden, Red-Produkte zu kaufen, um den Fund zu unterstützen. Christy Turlington liess sich in Yoga-Pose für GAP-Plakate ablichten, Chris Rock spielte in Motorola-Werbespots mit und Bono, der Weltretter im Dauereinsatz, konnte natürlich ebenfalls für die Kampagne gewonnen werden.
Alles umsonst: Die Marketing-Kosten dürften sich laut Expertenschätzung auf über 100 Millionen belaufen. Doch bis jetzt generierte die Kampagne nur mickrige 18 Millionen Dollar. Wieso sollte man auch auf Bono und Konsorten hören, wenn sie einen auffordern, Unternehmen zu bereichern, um AIDS-Kranke zu retten? Eben weil man auch Prosecco aus der Dose trinkt, wenn Paris Hilton es für obercool erklärt.
Der mässige Erlös der Red-Kampagne ist ein Grund mehr für Non-Profit-Organisationen, vor solchen Aktionen zurückzuscheuen. Marc Rosenmann, Professor an der Universität von Cincinnati, erklärt: «Es gibt Bedenken, dass die Wirtschaft sich die Patina der Philantropie zulegt und philantropisches Handeln verdrängt oder sogar ersetzt.» Die Frage drängt sich auf: Verleitet das Konzept des smarten Konsums wie ihn Oprah Winfrey oder Bono vormachen wirklich zur Bewusstwerdung über die eigene Fähigkeit, etwas zu verändern oder vielleicht eher zur Gewissensberuhigung, wenn man sich wieder Überflüssiges geleistet hat, weil es zu einem guten Zweck ist?
