Ingo und Geberit berechnen den perfekten Zeitpunkt für eine Toilettenpause

Geberit AquaClean und Ingo Zürich wissen, wann Real Madrid, Inter Mailand oder der FC Basel keine Tore schiessen werden – und die Fans entspannt auf WCs gehen können. Zum Launch der aktuellen Geberit-Kampagne hat m&k mit Swen Morath, Co-CEO Ingo Zürich, und Stephan Vogel, CCO Ogilvy EMEA, gesprochen.

Während der Liveübertragung eines Fussballspiels aufs WC zu müssen, ist ungünstig. Richtig nervig ist es aber für Fussballfans, wenn sie genau dann ein Tor verpassen.

Damit das den Fans zuhause vor dem TV nicht passiert, hat Ingo Zürich für Geberit AquaClean Dusch-WCs einen praktischen Service entwickelt: Ein Algorithmus hat die Spiele der spanischen La Liga, der italienischen Serie A und der Schweizer Super League über die letzten Jahrzehnte analysiert. Diese Daten zeigen auf, dass es in sämtlichen Begegnungen klare Tendenzen gibt, wann in den jeweiligen Partien die Tore fallen und wann es Leistungseinbrüche gibt.

Anhand von Daten aus Hundertausenden von Spielminuten kann präzise vorhergesagt werden, in welcher Phase der jeweiligen Partie am ehesten Tore fallen – und folglich auch das für Fans Wesentliche: Wann man entspannt auf die Toilette gehen kann, ohne etwas zu verpassen.

Diese Informationen wurde in Form von Cut-ins live im entsprechenden Moment der Partie eingespielt. Und das in den beliebtesten Top-Spielen und Derbies dieser Ligen.

Beim Spitzenspiel Juventus Turin vs. AS Rom erfuhren die Zuschauenden, dass seit 22 Jahren zwischen der 51. und der 54. Minute Tore-Flaute herrscht. Also genau dann der beste Zeitpunkt ist, um entspannt aufs WC zu gehen. Oder dass Real Madrid im Derby gegen Real Betis Sevilla zwischen der 39. und der 45. Minute schon 16 Tore erzielt hat, man also besser direkt vorher etwas Erleichterung schafft.

So wurde Geberit AquaClean im Umfeld höchster Aufmerksamkeit zum Absender einer für die Fans erleichternden Information. «Die Umsetzung zeigt, dass man fast jedes Medium innovativ nutzen kann», erklärt Swen Morath, Chief Creative Officer bei Ingo Zürich. «Was uns an dem Konzept besonders gefällt, ist dass es auf einer Beobachtung fundiert, die wir alle sehr gut nachvollziehen können und in einer Live-Situation einen direkten Bezug zum Produkt schafft.»

Nach der empfohlenen Toilettenpause – die dauert in der Schweiz statistisch belegt etwa vier Minuten – wurde ein Gewinnspiel für ein AquaClean Dusch-WC eingeblendet. Und das Ergebnis: Haben Fans sich an die von Geberit empfohlenen Zeitfenster für eine Toilettenpause gehalten, ist ihnen kein einziges Tor entgangen – die Daten haben also nicht gelogen.


INTERVIEW

«Die Kampagne ist ein fulminanter Start für Ingo ZH»

(Bilder: zVg.)

Im Mai 2024 wurde der Rebrand von Wunderman Thompson zu Ingo Zürich vollzogen. Mit der Geberit-Kampagne im Umfeld von Fussballspielen landet einen frühen ersten Hit. Anna Kohler von m&k hat mit Swen Morath (links), Co-CEO von Ingo Zürich, und Stephan Vogel, CCO Ogilvy EMEA über den Start von Ingo in der Schweiz gesprochen.

m&k: Ein guter Einstand, den Ingo Zürich da präsentiert mit der aktuellen Geberit-Kampagne.

Dr. Stephan Vogel: Absolut, ein toller Case mit Insights, die so nah am Menschen sind. Toilettengänge während eines wichtigen Fussballmatches – ein Horror (lacht). In dieser Kampagne steckt so viel Liebe fürs Detail, Ingo Zürich ist bis zu 40 Jahre zurückgegangen in den Recherchen, um wirklich herauszufinden, wann die Chancen am besten sind, kein Tor zu verpassen, wenn die Natur ruft. Da ist Swen mit seinem Team ein wahrer Ingo-Zürich-Start geglückt. So charmant und humorvoll.

 

Swen Morath, wie geschmeidig ist der Rebrand über die Bühne gegangen?

Swen Morath: Ich habe mit der Agentur in den letzten Jahren schon mehrmals einen Rebrand vollzogen. Der zu WT war schwierig, zu Ingo ist es einfacher. Man kennt die Cases von Ingo Stockholm und Hamburg. Unsere Kunden haben uns viel positives Feedback gegeben. Aber das Wichtigste ist: Unser Team ist begeistert von der Achse Stockholm, Hamburg und Zürich.

 

Ingo gehört zur Ogilvy-Familie. Können Sie etwas über die Entstehung der Boutique- Agentur erzählen?

Vogel: Ingo wurde 2012 in Stockholm als war ein Merger von Grey und Ogilvy geboren. Mit Kampagnen wie «The Swedish Number» und «Moldy Whopper» haben die Kreativen von Ingo Stockholm internationale Begeisterung ausgelöst – die Agentur ist zum Star geworden. Die Kunden lieben Ogilvy als eine grosse Netzwerkagentur, und das hat enorme Vorteile. Wir arbeiten agenturübergreifend, profitieren von Borderless Creativity. Unsere Kunden lieben aber auch Boutique-Agenturen: sie strahlen Nähe aus, sind schlank, agil und können trotzdem auf ein weit verzweigtes Netzwerk bauen. Vor zwei Jahren haben wir Ingo als kreative Speerspitze positioniert. Mit Hamburg und jetzt Zürich haben wir eine starke, kreative Achse geschaffen.

 

Was ist ihre Rolle als Chief Creative Officer EMEA?

Wir haben ungefähr 5300 Mitarbeitende. Wenn grosse internationale Pitches anstehen, organisiere ich, dass die richtigen Leute auf die jeweiligen Projekte kommen. Einmal im Jahr zeigen die Kreativchef:innen aller Länder ihre tollsten Projekte. Diese Meetings finden physisch in wechselnden Städten statt. Wir suchen dann die Goldnuggets. Wir schauen dann, wie die Arbeiten noch brillianter gemacht werden können. Mein Fokus ist es, die kreative Excellenz zu stützen und ein Klima des Vertrauens zu schaffen. Ich habe Swen schon vor Jahren kennengelernt und schätze seine Arbeit wie auch seine Persönlichkeit. Daher schien es mir eine logische Konsequenz, Wunderman Thompson zu Ingo zu rebranden und in die Ogilvy-Familie mit all den Vorteilen zu integrieren.

 

Swen Morath, wie wurden Sie im Ogilvy Netzwerk aufgenommen?

Morath: Ich habe an drei internationalen Treffen teilgenommen, zusammen mit unglaublich vielen kreativen Köpfen von Ogilvy, David Madrid und Ingo. Ich wurde sehr herzlich empfangen. Ich war beeindruckt, wie das Netzwerk seinen Claim Borderless Creativity wirklich lebt. Da gibt es tatsächlich keine Grenzen. Deshalb bin ich sehr glücklich mit dem Team nun zur Ingo und damit auch zur Ogilvy-Familie zu gehören.


Verantwortlich bei Geberit AquaClean: Margit Pfeifer, Selina Della Rossa, Gabriel Blanco, Karin Lang, Huyen Trang Nguyen, Corina Gossner, Irmak Divrikli. Verantwortlich bei Ingo Zürich: Susi Martin (Beratung); Avsar Yildiz, Sonja Gross, Alisa Lomovceva, Dany Boletas, Johannes Jordan, Samuel Wicki, Bruce Roberts, Swen Morath (Kreation). Verantwortlich bei Blue Sport: Pascal Santi, Alessio Klucker.

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