Zu guter Letzt: Wenn zwei sich streiten, freuen sich die Medien

Politiker (Christoph Mörgeli) wirft Publizist (Frank A. Meyer) Nazi-Rhetorik vor. «Ehrverletzung» brüllt der eine. «Jammerlappen» grölt der andere. Die zwei Streithähne sind nicht bereit, ihre Fehde zu beenden. Der aussergerichtliche Vergleich ist gescheitert, nun kommt der Fall vor den Richter.

Politiker (Christoph Mörgeli) wirft Publizist (Frank A. Meyer) Nazi-Rhetorik vor. «Ehrverletzung» brüllt der eine. «Jammerlappen» grölt der andere. Die zwei Streithähne sind nicht bereit, ihre Fehde zu beenden. Der aussergerichtliche Vergleich ist gescheitert, nun kommt der Fall vor den Richter.Ähnlich aufregend wie eine Oben-ohne-Schlammschlacht ist der Streit zwischen Frank A. Meyer, Ringier -Publizist der sozialen Gattung und Christoph Mörgeli, SVP-Nationalrat und Gelegenheitskolumnist bei der Weltwoche. Was zählt, ist nicht das Endergebnis, sondern der Kampf. Je schlüpfriger desto besser.
Anlass des Streits ist eine 2006 in der Weltwoche erschienene Kolumne Mörgelis. Der SVP-Nationalrat verglich Meyers Art, an geldgierigen globalisierten Manager herzuziehen mit dem Kleinbürgerhass antisemistischer Deutschen der Nazi-Zeit auf „den ewigen Juden, der getrieben, wurzellos und geldgierig die Gesellschaft zerstöre.“ Davor war Mörgeli von seinem Kontrahenten als „Propagandaminister des SVP-Führers Blocher“ bezeichnet worden.
Die Gründe sind nebensächlich, lächerlich und überflüssig, doch die verbale Keilerei ist einfach köstlich. In Sachen Zickenterror hätten es Christina Aguilera und Kelly Osbourne auch nicht besser hingekriegt.

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