CPH spaltet Papiergeschäft ab

Die CPH Chemie + Papier Holding will sich aufspalten. Geplant ist die Abtrennung des Papiergeschäfts und damit die Schaffung zweier unabhängiger Unternehmen. Damit soll grundlegend an der Strategie für die einzelnen Bereiche festgehalten werden, um «das Beste für beide Firmen» herauszuholen.

(Symbolbild: Unsplash.com)

«Wir glauben weiterhin daran, dass auch in fünf oder zehn Jahren noch Pressepapier gebraucht wird. Um aber das Chemie- und Verpackungsgeschäft von der Volatilität des Papiergeschäfts zu entkoppeln und für Anleger und Investoren transparenter und berechenbarer zu machen, ist die Trennung der richtige Schritt», erklärte CEO Peter Schildknecht am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Mit der Aufspaltung soll die börsenkotierte CPH Group mit den Bereichen Chemie und Verpackung sowie die ausserbörslich handelbare Perlen Industrieholding entstehen. Die Aufteilung erfolge durch Ausschüttung des Papiergeschäfts in Form einer Sachdividende an die Aktionär:innen – jede:r einzelne erhält automatisch je CPH-Aktie eine Aktie der Perlen Industrieholding.

Eine für den 20. Juni geplante ausserordentliche Generalversammlung soll über die geplante Transaktion abstimmen. Bei einer Zustimmung soll die Aufspaltung noch bis Ende des zweiten Quartals vollzogen werden. In der ersten Phase nach der Trennung ändere sich personell nichts. Auch das operative Geschäft und der jeweilige Markenauftritt blieben unverändert.

Strategie bleibt

Die Perlen Industrieholding umfasse künftig das Papiergeschäft sowie die Immobilien auf dem Areal in Perlen. Das klare Bekenntnis zum Papiergeschäft und die «Last-Man-Standing-Strategie» blieben erhalten. Zudem werde die neue, ausserbörsliche Perlen Industrieholding eine starke Bilanz aufweisen und mit ausreichend Liquidität ausgestattet sein, um die zu erwartenden Marktschwankungen zu meistern.

«Das Geschäft mit Papier wird rückläufig bleiben, dennoch sind wir der Meinung, dass man auch in einem rückläufigen Markt noch Geld verdienen kann», sagte Schildknecht. Für die weitere Entwicklung des Areals könnten auf den Freiflächen Geschäfte angesiedelt werden, die in die Wertschöpfungskette der Papierherstellung passen – beispielsweise im Energie- oder Faserstoffbereich. «Ob das dann Fremdfirmen sind oder ob Zukäufe getätigt werden, wird sich zeigen.»

An der Börse wurde die Nachricht positiv aufgenommen, die Aktien von CPH legen im Vormittagshandel um 3,5 Prozent auf 88,60 Franken zu. CPH werde durch die Trennung vom Papiergeschäft fokussierter und berechenbarer, verliere aber gleichzeitig an Grösse, resümiert ZKB-Experte Philipp Gamper. (SDA/swi)

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