Zu guter Letzt: SVP-Initiative auf El Dschasira abgehandelt

Die SVP-Initiative für ein Minarettverbot, die mitunter vom Zürcher SVP-Politiker Ulrich Schlüer mitlanciert wurde, wird nun auch der arabischen Welt vor Augen geführt.

 Die SVP-Initiative für ein Minarettverbot, die mitunter vom Zürcher SVP-Politiker Ulrich Schlüer mitlanciert wurde, wird nun auch der arabischen Welt vor Augen geführt. So werden Pro- und Contra-Argumente seit kurzem auch auf diversen Portalen des arabischen Fernsehsenders El Dschasira aufgeführt. Wieso die Christliche Volkspartei CVP gegen die Initiative für ein Minarettverbot ist, erklärt ihr Präsident Christoph Darbellay in einem Interview auf der Website des Senders, wie die SDA berichtet. Allerdings ist dieses in Arabisch aufgeschaltet.  
Er habe mit dem Schweizer Korrespondenten des arabischen Fernsehsenders am vergangenen Donnerstag ein Interview auf Deutsch geführt, bestätigte Darbellay am Mittwoch einen Bericht des Blick. Darin habe er die Position der CVP dargelegt. Die CVP sei gegen ein verfassungsmässig verankertes Minarettverbot, aber für sinnvolle Auflagen beim Betrieb von Moscheen, so Darbellay. Diese Argumentation scheint in der arabischen Welt gut angekommen zu ein. Er habe sehr viele Mails erhalten, in denen die Werte der Schweiz und die Demokratie gelobt würden.
 
Weniger positive Mails wird wohl Ulrich Schlüer erhalten, denn auch der Befürworter der Volksinitiative kam bei El Dschasira zu Wort. Laut der SDA hatte Schlüer dem arabischen Fernsehsender vergangene Woche während 30 Minuten in einem englisch geführten Interview Red und Antwort gestanden. Schlüer konnte auf Anfrage allerdings nicht sagen, wann es ausgestrahlt würde. Im März dieses Jahres hatte sich Schlüer noch beim Bundesrat beklagt, dass Cablecom El Dschasira auch in der Schweiz über ihr Kabelnetz ausstrahlen wird. «Dieser von Regierungen arabischer Staaten finanzierte Sender» hat sich «bekanntlich wiederholt durch Live-Übertragungen von Hinrichtungen (bzw. Abschlachtungen) unschuldiger Geiseln schwerster Verletzungen der Genfer Konventionen schuldig gemacht», so Schlüer. Nun wird er seinen TV-Auftritt in Englisch auch gemütlich in seiner helvetischen Stube bewundern können.

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