Zu guter Letzt: Jöh, es schwarzes Schöfli
Wie der Sonntagsblick in Erfahrung bringen konnte, zieht die SVP wieder mit einem provokativen Plakat in den Wahlkampf. Drei weisse Schafe (nette Schweizer) stehen auf einer Schweizer Flagge und drängen ein schwarzes Schaf (der böse Ausländer) über deren Rand hinaus. Die Werbewoche-Redaktorin hat sich auf der Stelle in das Schaf verliebt und will es retten.
Wie der Sonntagsblick in Erfahrung bringen konnte, zieht die SVP wieder mit einem provokativen Plakat in den Wahlkampf. Drei weisse Schafe (nette Schweizer) stehen auf einer Schweizer Flagge und drängen ein schwarzes Schaf (der böse Ausländer) über deren Rand hinaus. Die Werbewoche-Redaktorin hat sich auf der Stelle in das Schaf verliebt und will es retten. Die SVP plant gemäss Sonntagsblick eine breit angelegte Kampagne, noch nie habe die Partei eine dermassen grosse Auflage drucken lassen. Lanciert wird die Aktion wie es sich gehört am nationalen Feiertag, dem 1. August: Alle Schweizer Haushalte erhalten dann Unterschriftenbögen mit der SVP-«Ausschaffungsinitiative». Ausländer, die sich nicht an die Gesetze halten, sollen ausgewiesen werden. Und wie gewohnt lassen die ersten Reaktionen der Mit-Politiker nicht auf sich warten. SP-Nationalratskandidat Daniel Jositsch zeigt sich im Sonntagsblick schockiert, während CVP-Nationalrätin Brigitte Häberli meint, man hätte von der SVP schon bedenklichere Sujets ertragen müssen. Für die Werbewoche-Redaktorin steht fest, nicht nur hat die SVP schon schlimmere Plakate gebracht, sonder sie hat sich aus deren Sicht sogar komplett vergriffen: Das schwarze Schaf ist gar niedlich geraten, ein richtiger Sympatieträger, etwas so liebes will doch keiner rausschmeissen, das geht doch nicht. Das arme Geschöpf! Und damit zurück zum Ernst der Sache: Genau so ist es ja auch mit vielen jungen Ausländern, das sind oft auch arme Geschöpfe, orientierungslos, von der einer ihnen fremden Kultur und einer konsumfixierten Gesellschaft hoffnungslos überfordert.
