WWF zeigt mittels KI, wie die Natur in Zukunft aussehen wird

Anlässlich einer Aktion von WWF Schweiz blickten Tourist:innen diese Woche nicht nur auf den wasserreichen Rheinfall, sondern auch auf die Rheinfall-Version aus dem Jahr 2085. Mithilfe von KI zeigte der WWF, wie die Klimakrise heimische Landschaften künftig verändern könnte.

(Bilder: zVg. WWF)

Im Rahmen der Aktion wurden mittels Künstlicher Intelligenz auf Basis von wissenschaftlichen Daten Zukunftsbilder vom Aletsch-Gletscher, vom Matterhorn, von den Weinbergen des Lavaux und eben vom Rheinfall erstellt.

Die insgesamt vier KI-Bilder sollen visualisieren, wie sich Schweizer Landschaften verändern können, wenn keine Klimaschutzmassnahmen ergriffen werden und die klimaschädlichen Emissionen weiter zunehmen.

So wurden am Rheinfall Besucher:innen mit der KI-Version des Wasserfalls aus dem Jahr 2085 konfrontiert. Die Reaktionen im Video reichten von Sprachlosigkeit bis Wut.

Mit der Aktion will die WWF kurz vor den eidgenössischen Wahlen bei den Wähler:innen in Erinnerung rufen, wie wichtig ein umweltfreundliches Parlament ist. «Am 22. Oktober braucht die Natur jede Stimme. Nur wenn wir möglichst viele umweltfreundliche Politiker:innen ins Parlament wählen, können wir rasch und entschlossen handeln, um unsere Umwelt und damit uns zu schützen. Ich will meinen Enkelkindern den Rheinfall noch zeigen können», so Adrian Mahlstein, Kampagnenleiter beim WWF Schweiz.

Wie sieht die Schweiz im Jahr 2085 aus?

Laut Berechnungen der Organisation «Climate Action Tracker» führen die implementierten weltweiten Klimagesetze voraussichtlich zu einer globalen Erwärmung von etwa 2,7 Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts. Weil die Schweiz als Alpenland besonders von dieser Erwärmung betroffen ist, könnte die prognostizierte Erwärmung hier fast doppelt so hoch ausfallen.

Der WWF liess mit Hilfe von Data-Spezialisten eine KI lernen und fütterte diese mit Veränderungen, wie sie nach dem pessimistischen IPCC-Emissionsszenario  RCP 8.5 zu erwarten sind. Einfluss in die Berechnung fanden zudem Klimaindikatoren wie Hitzetage, Sommertage, mittlere maximale Temperatur über 14 Tage, Frosttage oder Eistage für den Zeitraum von 2070 bis 2099. Gemäss WWF wurden die Veränderungsszenarien und die entstandenen KI-Visualisierungen von Klimaexpert:innen überprüft.


Wahlinformationen über die Umweltfreundlichkeit der Parteien und der Kandidierenden finden sich auf Umweltrating.ch.

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