Zu guter Letzt: Bucheli allein zu Haus

Am «1. Gipfeltreffen der Wetterfrösche» treffen sich die Wetterleute der führenden deutschsprachigen Rundfunkanstalten zu einem Erfahrungsaustausch auf der Tiroler Rübezahlalm. «Meteo»-Chef Thomas Bucheli harrt auf dem Fernsehdach aus.


Wetterfrösche sind einsame Tiere. Tagein, tagaus stehen sie mutterseelenallein auf Hochhäusern oder in Fernsehstudios vor ihren Karten und sagen das Wetter voraus. Kontakt mit der Aussenwelt haben sie höchstens via Telefon, wenn sich die Zuschauerinnen und Zuschauer mal wieder über eine unzutreffende Prognose beschweren und lautstark über einen verregneten Grillplausch oder eine Skiabfahrt auf braunen Hängen jammern. Ende September hat die Einsamkeit für drei Tage ein Ende: Am «1. Gipfeltreffen der Wetterfrösche» treffen sich die Wetterleute der führenden deutschsprachigen Rundfunkanstalten zu einem Erfahrungsaustausch auf der Tiroler Rübezahlalm. Auf Initiative der Presseagentur Pro.media können die  Fernsehleute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dort vom 27. bis 29. September ihr Leid teilen und eifrig netzwerken. Neben den grossen deutschen Fernsehstationen wie ARD, ZDF, RTL und SAT1 wird sich dann auch ein Schweizer Wetterfroschpärchen zu seinen Artgenossen gesellen. Laut Thomas Bucheli, Redaktionsleiter der Sendung Meteo beim Schweizer Fernsehen, werden die Moderatorin Sandra Bohner und der Meteorologe Peter Böschel den Sender vertreten. «Ich weiss zwar noch relativ wenig über die Veranstaltung, aber ich kann mir vorstellen, dass dies zu einem guten Panel werden könnte», sagte Bucheli. Bis jetzt finde zwar ein reger fachlicher Austausch unter Meteorologen statt, der Kontakt mit anderen Wettersendungen werde jedoch kaum gepflegt. Dass wegen der Veranstaltung, an der unter anderem die «gelungenste Wetterpräsentation im deutschsprachigen Fernsehen» gekürt wird, der Platz auf dem Dach des Leutschenbachs leer bleibt, ist gemäss einem amüsierten Cheffrosch Bucheli jedoch nicht zu befürchten: «Wir sind immer hier, viermal pro Tag, sieben Mal pro Woche.»

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