Zu guter Letzt: Kopfgeldjagd im Youtube-Zeitalter
Die Aarauer Agentur Mysign, spezialisiert auf die neuen Medien in den Bereichen Design, Technologie und Marketing, hat 16'000 Franken Kopfgeld auf drei Java-Programmierer ausgesetzt. Nur lebendig.
Die auf neue Medien spezialisierte Aarauer Agentur Mysign hat auf die Köpfe von drei Java-Spezialisten insgesamt 16’000 Franken ausgesetzt. Allerdings handelt es sich dabei nicht um entlaufene, straffällig gewordene oder als Hacker enttarnte Softwareentwickler, sondern die Agentur hat einen Personalnotstand: Gute Java-Programmierer als Mitarbeiter zu finden sei in der Schweiz momentan praktisch unmöglich; es herrsche nicht nur ein Mangel an Java-Spezialisten, als Kleinunternehmen stehe Mysign auf dem Arbeitsmarkt auch noch in Konkurrenz mit vielen Grossfirmen, heisst es in einer Mitteilung. Mit Prämien für Job-Vermittlungen und insbesondere einem extra für diesen Zweck gedrehten Werbespot für Youtube setzt Mysign deshalb auf einen viralen Effekt (siehe diesen Artikel) und erhofft sich so in der IT-Gemeinschaft Gehör zu verschaffen. Mit den 16’000 Franken dürfte die Agentur im Erfolgsfall sogar billig gefahren sein, bedenkt man die marktüblichen Vermittlungsgebühren. Ob die Köpfe bereits geliefert respektive die Prämien ausbezahlt wurden, kann man per Webcam auf der Mysign-Webseite erfahren. Übrigens sind die drei Java-Spezialisten lebendig, zumindest aber in arbeitsfähigem Zustand abzuliefern.
