Zu guter Letzt: Katrin Wilde betätigt den Alarmknopf

Nur knapp drei Monate nachdem die junge deutsche Radiomoderatorin Katrin Wilde begleitet von viel Medienrummel ihre Stelle beim Sender Energy Zürich angetreten hat, flüchtet sie wieder in ihre Heimat. Die 22-jährige Saarbrückerin hatte bei der Hörerschaft des Senders starke Reaktionen hervorgerufen.

Nur knapp drei Monate nachdem die junge deutsche Radiomoderatorin Katrin Wilde begleitet von viel Medienrummel ihre Stelle beim Sender Energy Zürich angetreten hat, flüchtet sie wieder in ihre Heimat. Die 22-jährige Saarbrückerin hatte bei der Hörerschaft des Senders starke Reaktionen hervorgerufen. Während die einen die junge, hochdeutsche Stimme, die gemeinsam mit Reto Peritz und Roman Kilchsperger die Sendung «Energy Mein Morgen» moderierte, mit Freuden vernahmen und Wilde mit Lob und Heiratsanträgen überhäuften, reagierten andere äusserst aggressiv. So schlugen Unbekannte die Scheibe ihres Autos ein und liessen ihr Drohbriefe zukommen. Schliesslich ging die Radiomacherin nur noch mit einem Alarmknopf, mit dem sie im Notfall eine Sicherheitsfirma zur Hilfe rufen konnte, aus dem Haus. «Die Kollegen beim Sender hatten mich gewarnt. Trotzdem wurde ich von dem Wirbel überrollt», sagte Wilde gegenüber dem deutschen Magazin «Focus». Nun tritt sie, wie am Mittwoch bekannt gegeben wurde, den Rücktritt an. Bei ihrem Entscheid unser Land zu verlassen, beruft sie sich auf persönliche Gründe. Sie äusserte den Wunsch bald wieder für einen Sender in Deutschland arbeiten zu können. Unsere Mutmassung: Wildes Abgang hat nichts mit zertrümmerten Heckscheiben und Drohschreiben zu tun. Entweder machte ihr das frühe Aufstehen zu schaffen, oder sie konnte sich nicht mit den aalglatten Herren Peritz und Kilchsperger arrangieren. No more energy.

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