Zu guter Letzt: Mädels, jetzt ist Schluss mit Knutschen!

Der Tessiner Wintersport-Ort Airolo hat mit zwei Frauen, die sich im Schnee küssen, in Italien um Touristen geworben. Doch dies gefiel den Tessinern gar nicht, den Italienern aber schon, und die Kontroverse ging los. Nun wird die Lesben-Werbung zurückgezogen.

 Der Tessiner Wintersport-Ort Airolo hat mit zwei Frauen, die sich im Schnee küssen, in Italien um Touristen geworben. Doch dies gefiel den Tessinern gar nicht, und die Kontroverse ging los (siehe ). Vor allem Marco Solari, der Präsident von TicinoTurismo, war entsetzt ob der Obszönität, mit welcher für das Skigebiet im brav katholischen Tessin geworben wurde. Die verantwortliche PR-Agentur hielt jedoch an der Kampagne fest – die Italiener seien für diese Art von Schmusereien offener als die Tessiner. Nun scheinen sie aber doch kapituliert zu haben: Die Lesben-Werbung wird mit sofortiger Wirkung zurückgezogen, wie die SDA am Donnerstag meldete. Die Botschaft, die auf dem italienischen Markt gut anzukommen scheine, werde im Tessin halt wirklich nicht verstanden. Würde irgendwie logisch klingen, handelt es sich doch um zwei verschiedene Länder. Stellt sich bloss die Frage nach den kulturellen Unterschieden zwischen Italien und dem Tessin. An der Konfession kann es jedenfalls nicht liegen. An der Sprache auch nicht. Am Klima wohl auch eher nicht. Vielleicht können die Italiener einfach ein bisschen besser zu ihrer Vorliebe für das Dolce Vita stehen als ihre Schweizer Kollegen?

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