Zu guter Letzt: Löchriger Käse und nasser Kaffee

Enttäuschung in Luzern: Der Schweizer Milchprodukte-Hersteller Emmi kann die rosigen Prognosen für das Geschäftsjahr 2007 nicht einhalten. Am Montag hat er seine Gewinnmargen von 2 bis 2,5 Prozent auf 1,5 bis 1,7 Prozent nach unten korrigiert.

 Enttäuschung in Luzern: Der Schweizer Milchprodukte-Hersteller Emmi kann die rosigen Prognosen für das Geschäftsjahr 2007 nicht einhalten. Am Montag hat er seine Gewinnmargen von 2 bis 2,5 Prozent auf 1,5 bis 1,7 Prozent nach unten korrigiert. Wie man vielleicht vermuten könnte, soll daran allerdings nicht DJ Bobo und dessen reduzierter Konsum von Energy-Milch nach dem Tiefflug am Concour d’Eurovision de la Chanson Schuld sein. Nein. Die Gewinnreduktion hat andere, viel vertracktere Gründe. Die Käse-Schwemme beispielsweise: Die Schweizer Kühe lieferten extrem viel Milch, die Käser taten das Ihrige, und so rollten schlicht zu viele Käseräder ins benachbarte, in die löchrige Substanz mit Abstand am meisten vernarrte Italien und liessen die Preise purzeln. Gleich einige Millionen Franken gingen so flöten. Noch härter traf die Emmi laut dem Communiqué aber ein anderer Umstand: Der Verkauf des Frischproduktes Caffé Latte, das mit viel Geld beworben worden war, litt unter dem «nasskalten Sommer». Vielleicht sollte Emmi zukünftig eine Kooperation mit den Herren Bucheli oder Kachelmann anstreben. Wer hätte gedacht, dass der Verkauf von Milchprodukten wetterabhängig ist. Immerhin glaube der Verwaltungsrat weiterhin an Frischprodukte aus Europa, hiess es in der Mitteilung weiter.

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