Zu guter Letzt: Wikipedia schlägt zurück

Kurz vor Weihnachten, als Festtagsgeschenk sozusagen, ereilte uns die Kunde, dass Google an einer Online-Enzyklopädie herumpröbelt. Hauptangriffsziel dieser Aktion ist natürlich Wikipedia, unser aller Wissenslückenstopfer.

 Kurz vor Weihnachten, als Festtagsgeschenk sozusagen, ereilte uns die Kunde, dass Google an einer Online-Enzyklopädie herumpröbelt (siehe
). Hauptangriffsziel dieser Aktion ist natürlich Wikipedia, unser aller Wissenslückenstopfer. Jetzt revanchiert sich Wikipedia mit einem Angriff auf die Stammlande von Google: Jimmy Wales, der Gründer der freien Enzyklopädie, will eine Suchmaschine namens «Wiki Search» lancieren. Der Unterschied zu anderen solchen Projekten: Die erfassten Seiten sollen von Menschen- und nicht Maschinenhand indexiert werden, wie der Abendzeitung Heute zu entnehmen ist. Für Wiki Search wurde ein eigenes Unternehmen gegründet, dass von Wikipedia unabhängig ist – und es soll bare Münzen in die Kassen von Wales spülen. Verständlich: Während die Google-Jungs mit ihrem ehemaligen Garagenunternehmen den Traum von der Tellerwäscherkarriere wahr machten, gebührt Wales zwar viel Ehre, doch kämpft seine Enzyklopädie stets mit finanziellen Problemen. Ob nun Wiki Search den grossen Reibach bringen wird, muss sich noch zeigen: Laut Heute bezweifelt der Such-Guru Danny Sullivan, dass Wiki Search Google das Wasser reichen kann: Wales unterschätze sein Vorhaben wohl. Man darf gespannt sein, wie der Kampf ausgeht. Und hofft, dass Wikipedias Image unter der Aktion nicht leidet. Schliesslich ist es heute bereits schon schick, Google als machthungrigen Riesenkonzern zu kritisieren. Da soll doch Wales nicht das gleiche Schicksal ereilen.

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