Zu guter Letzt: Mit Vogel im Blätterwald 

Bund-Chefredaktor Artur K. Vogel hat sich in seinem Blog kürzlich über ein «kenntnisleeres Interview» des Blick-Kolumnisten Frank A. Meyer lustig gemacht. Ein Bund-Leser nahm den Steilpass auf und drosch auf die «inhaltsleere» Sportseite vom Bund ein. Eine Fortsetzung könnte folgen.

 
 
Die Redaktion der Tageszeitung Bund führt einen Blog, in dem sich auch Chefredaktor Artur K. Vogel gerne ab und zu mal äussert. Kürzlich widmete er sich dort einem anderen Exponenten der Medienszene mit Mittelinitial: Frank A. Meyer. Ins Auge gestochen ist Vogel die letzte Seite des Sonntagsblicks, auf der Chefredaktor Marc Walder seit einigen Wochen Frank A. Meyer zu unterschiedlichsten Themen befragt. In der letzten Ausgabe habe das Duo das «kenntnisleere Interview» praktiziert, findet Vogel. Walder schnitt nämlich das Thema Weltwirtschaftsforum an, worauf Meyer zwar in der ersten Antwort bekennt, dass er diese Veranstaltung in Davos noch nie besucht habe. Danach belehre er den Leser aber «ohne Kenntnis der Materie» darüber, was davon zu halten sei, moniert Vogel. Seinem Angriff an die Adresse Meyers («begnadeter Produzent von gepflegtem Blabla») bietet allerdings ein Bundblog-Leser mit einem Themenschwenk Paroli: Er stimmt wieder einmal ins Leidklagen über den Sportteil in seinem Leibblatt ein, der seit 2006 von der Berner Zeitung fabriziert wird. Und schlägt dem Bund-Chef vor, die Sportredaktion soll ihn in ganzseitigen Interviews zu Sportereignissen befragen, denen er nicht beigewohnt habe. Das sei erstens billig, zweitens eine gute FAM-Parodie und drittens wohl kaum schlechter als das, was dem Sportteil üblicherweise zu entnehmen sei. Vielleicht behandelt Artur K. Vogel in seinem nächsten Blogeintrag nun das alte Sprichwort: «Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück».

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