Zu guter Letzt: Fasnacht in 30 Sekunden

Mit dem Aschermittwoch ging für viele die fünfte Jahreszeit zu Ende. Neben Konfetti, Guggenmusik und Verkleidung hatten die Fasnächtler in der Mittelland-Kleinstadt Olten heuer auch wieder eine Fasnachtszeitung, die ihre Stimmung aufheiterte. Allerdings nur kurz: Das Blatt trägt nämlich den Namen «30 Sekunden».

Mit dem Aschermittwoch ging für viele die fünfte Jahreszeit zu Ende. Neben Konfetti, Guggenmusik und Verkleidung hatten die Fasnächtler in der Mittelland-Kleinstadt Olten heuer auch wieder eine Fasnachtszeitung, die ihre Stimmung aufheiterte. Allerdings nur kurz: Das Blatt trägt nämlich den Namen «30 Sekunden» und ist gestalterisch dem Tamedia-Titel nachempfunden, dessen Lektüre immerhin 19 Minuten und 30 Sekunden länger dauert. Auch die Distribution ist von den Pendlerzeitungen inspiriert: «30 Sekunden» lag zu Beginn des Fasnachtstreibens in neun Boxen auf, wie dem Oltner Tagblatt zu entnehmen ist. Zu verdanken haben die Oltner das 16 Seiten starke «30 Sekunden» übrigens der sogenannten Fröscheweid-Zunft und einigen Köpfen der Pfeifer-Clique wie auch alten Kämpfern der Vorgängerpublikation «Biiszange». Punkto Inserate allerdings kann das Oltner Fasnachtsblatt mit der Cash Cow aus dem Hause Tamedia nicht ganz mithalten. Das mag vielleicht der Grund sein, dass das Zürcher Medienhaus zu der Aktion eher ein Lächeln denn die Zähne der hauseigenen Juristen zeigt: «Wir werden in diesem Fall keine rechtlichen Schritte gegen die Oltner Fasnächtler einleiten», sagt Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer. Der Schutz der Urheber- und Markenrechte von 20 Minuten sei dem Medienhaus aber weiterhin wichtig. Man werde insbesondere kommerziell motivierte Verletzungen dieser Urheber- und Markenrechte bekämpfen. Auch die Oltner haben also keinen Freibrief, wie Zimmer weiter sagte: «Im Wiederholungsfall würden wir bei Obernaar Adi dem Ersten, der gemäss der Fasnachtszeitung in Olten die Macht übernommen hat, intervenieren.»

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