Zu guter Letzt: Die neuen Medienlieblinge

Was können die Schweizerinnen und Schweizer schon gut? Bis vor kurzem hätte man gesagt: Käse herstellen und in der Schoggi rühren vielleicht.

 Was können die Schweizerinnen und Schweizer schon gut? Bis vor kurzem hätte man gesagt: Käse herstellen und in der Schoggi rühren vielleicht. Oder natürlich neutral und verschwiegen sein und sich um das Geld anderer Leute kümmern. In Zeiten in denen die beiden grössten Schweizer Banken Verluste in Milliardenhöhe schreiben, ist das Vertrauen in die Kompetenz auf diesen Gebieten allerdings erheblich erschüttert worden. Da heben wir doch lieber eine neue Schweizer Stärke hervor: die Fernsehtauglichkeit. Erst fegt die 18-jährige Walliserin Stefanie Heinzmann mit ihrer kräftigen Stimme bei Stefan Raabs Talentshow SSDSDSSWEMUGABRTLAD auf ProSieben alle Kontrahenten aus dem Studio, dann gewinnt der schweizerisch-französische Doppelbürger Quentin Mosimann die vom französischen Sender TF1 produzierte Show Star Academy, und schliesslich holte sich am Dienstag der Berner Zauberer Vincent Raven den Titel «The Next Uri Geller». Der Magier überzeugte mit seinen mentalen Fähigkeiten und seiner mystischen Darbietung und wurde vom Publikum zum Sieger gekürt. «Der Flügelschlag meiner Raben wird über euch wachen!» versicherte Raven seinen Fans per Pressemitteilung. Hoffen wir, dass sie dabei keinen Kot absondern. Wer sich für die Auflösung der Tricks interessiert, erhält dazu auf Youtube wichtige Hinweise. Alle Anderen wird Vincent Raven in der nächsten Woche im Rahmen der Sendung «The Next Uri Geller – Die besten Mentalisten der Welt» noch einmal mit seiner Magie verblüffen. Die Siegprämie von 100’000 Euro will Raven übrigens für den Bau einer Rabenfarm einsetzen.

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