Zu guter Letzt: Windschnittige Kotflügel und heisse Kurven

Jedes Jahr im März stehen die Genfer Messehallen im Zentrum des internationalen Interesses. Dann wird dort nämlich neues Blech und kratzfreier Lack gezeigt. Blick Online lässt es sich nicht nehmen, uns zu diesem Anlass im mittlerweile zehnten Jahr mit der Wahl zur Miss Autosalon zu beglücken.

 Während zehn Tagen stellen die Automobilhersteller am Genfer Autosalon ihre neusten Modelle vor. Dieses Jahr, am 78. Autosalon, zeigt der Autoriese Ford beispielsweise, mit welchem Gefährt er um die vorderen Ränge des SUV-Marktes buhlen will. Maserati reibt uns den Gran Turismo S mit 440 Pferdestärken unter die Nase und lässt uns für einen kurzen Moment – hallo, liebes Klima – vergessen, dass es eigentlich längst total out sein sollte, sich solche Autos zu kaufen. Aber auch für alle, die beim Anblick von doppelten Auspuffrohren, ledernen Sportsitzen und furchteinflössenden Lufteinlässen nur gähnen, hat der Autosalon – Blick sei dank – seine Reize. Das Webportal der Schweizer Boulevardzeitung organisiert nämlich heuer schon zum zehnten Mal die Wahl zur Miss Autosalon. 14 Hostessen von verschiedenen Ausstellern treten in diesem Schönheitswettbewerb gegeneinander an. Die Siegerin wird dann per Online-Voting und Experten-Jury bestimmt.
Wer eine solche Wahl à la «Kraftvolle Maschinen und heisse Kurven» jenseits des guten Geschmacks findet, kann sich immerhin damit trösten, dass die Mädels laut Insiderberichten ganz gut verdienen und abends nach Dienstschluss jeweils eine Mordsgaudi haben sollen. Wer zehn Stunden pro Tag auf Kühlerhauben rumrutscht, hat das auch verdient.

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