Zu guter Letzt: Dicke Hunde und dramatische Geschehnisse
Seit Tagen beherrscht die Geschichte um das mysteriöse Verschwinden der somalischen Frauenrechtlerin Waris Dirie in Brüssel die Medien. Nun hat sich AOL im Zuge der Berichterstattung über den Fall einen dicken Hund geleistet.
Seit Tagen beherrscht die Geschichte um das mysteriöse Verschwinden der somalischen Frauenrechtlerin Waris Dirie in Brüssel die Medien. Die ganze Sache wird immer verworrener. Inzwischen ist das ehemalige Model, das heute als Autorin und Uno-Sonderbotschafterin im Kampf gegen die Genitalverstümmelung tätig ist, zwar wieder aufgetaucht, doch was wirklich in den drei Tagen ihres Verschwindens passiert ist, weiss niemand so genau. Die 43-Jährige selbst, die in jenen Tagen eigentlich einen Preis entgegen nehmen und an einer Konferenz anlässlich des Weltfrauentags hätte teilnehmen sollen, spricht von versuchter Vergewaltigung und Freiheitsberaubung durch einen Brüsseler Taxifahrer. Die belgische Polizei glaubt ihr kein Wort und bezichtigt sie, nur einen Vorwand für das Versäumen wichtiger Termine liefern zu wollen. Sie sei einfach im Nachtleben unterwegs gewesen. Wenn das kein dicker Hund ist. Einen weiteren dicken Hund leistete sich die Website Aol.com: Wie Peter Turi in seinem Blog (
) festhielt, hatte der Ad-Server von AOL ausgerechnet über einem Artikel zum Fall Dirie eine unappetitliche Porno-Anzeige platziert. Das geschieht zwar in den meisten Fällen automatisch, darf in solchen Fällen aber einfach nicht passieren. Auch wer von Online-Werbung leben wolle, müsse trotzdem auf ein stimmiges Gesamtkonzept achten, hielt Blog-Besucher Sebastian fest. Wir schliessen uns dieser Meinung an.
