Zu guter Letzt: Be.Bescheuerte Kampagnen

Die Imagekampagne «be Berlin» stösst in der deutschen Hauptstadt auf wenig Gegenliebe: In einer Umfrage zeigen 60 Prozent mit dem Daumen nach unten. Wie viel besser ist da doch der Claim «Wir leben Zürich» bei den Bewohnern der Limmatstadt verankert…

An dieser Stelle haben wir vor einiger Zeit über die Imagekampagne berichtet, die der Berliner Senat für die deutsche Hauptstadt in Auftrag gab (siehe ). Der Werbeauftritt ist seit einigen Wochen on air und stösst nicht allenorten auf Begeisterung. Blogger verhandelten über Plagiatsvorwürfe und Mauscheleien bei der Auftragsvergabe, andere apostrophierten den Claim «be Berlin» kurzerhand als «be Bescheuert». Nun hat eine Umfrage ergeben, dass die Nörgler nicht alleine sind: 60 Prozent der Hauptstädter finden die Kampagne schlecht, nur 34 Prozent heben den Daumen. Das ergab eine Umfrage der Berliner Zeitung. Die Mission der Werbeoffensive, die rund um die Website
die Identifikation der Bürger mit ihrer Metropole fördern will, ist also noch nicht erfüllt. Besser stehts wohl in der Limmatstadt. Der Slogan «Wir leben Zürich» scheint sich bei der Bevölkerung durchzusetzen, zumindest dessen radikale Ablehnung von Präpositionen. So belauschte die Werbewoche-Redaktion vor kurzem in der S-Bahn einen Teenager, der seinen Kumpel via Mobiltelefon wissen liess: «Ich bi grad Wollishofe, und nachhär chum ich Bahnhof Ängi».

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