Zu guter Letzt: Schwerwiegende F-Wörter

Manche Tage sind nicht zu ertragen, stösst man nicht zwischendurch einen kräftigen Fluch aus. Die Bosse der britischen BBC müssen nun allerdings für die sprachlichen Missetaten anderer geradestehen.

  Manche Tage sind nicht zu ertragen, stösst man nicht zwischendurch einen kräftigen Fluch aus. Fällt beim neuen Velo gleich bei der ersten Ausfahrt die Kette raus, lässt sich der Computer nicht überlisten oder ist der eben gekaufte Salat schon schimmlig: Nach einem herzhaften «Sch…» ist solche Unbill besser zu verkraften. Es gibt aber anscheinend auch Leute, die fluchen mit Vorliebe bei besonders spassigen Anlässen. Die US-Popkönigin Madonna beispielsweise hat beim letztjährigen «Live Earth»-Konzert im Londoner Wembely-Stadion zehntausende Zuschauer mit den Worten «Come on, motherfuckers» aufgefordert, ihre Unterstützung für den Umweltschutz kundzutun. Das F-Wort nahmen am gleichen Anlass auch andere Musiker in den Mund. Dafür geradestehen müssen nun aber nicht die Stars, sondern die britische BBC. Sie wurde von einer Regulierungsbehörde dazu verdonnert, sich öffentlich für die Fluchwörter zu entschuldigen, die Promis während verschiedenen Live-Übertragungen «schwerwiegend und wiederholt» geäussert hätten. Gopferdami, was können wir dafür, wenn die vermaledeite Madonna dauernd flucht, mögen sich die BBC-Bosse da sagen.

More articles on the topic