Zu guter Letzt: Das neue Lieblingsthema an der Werdstrasse

Ein aggressiver Bruce Willis, eine unfreiwillig freizügige Paris Hilton, eine völlig derangierte Britney Spears: Fast jeder interessiert sich für die privaten Eskapaden der grossen Stars aus Übersee. Besonders die Redaktionen von Tamedia.

 Ein aggressiver Bruce Willis, eine unfreiwillig freizügige Paris Hilton, eine völlig derangierte Britney Spears: Fast jeder interessiert sich für die privaten Eskapaden der grossen Stars aus Übersee. Manche geben Geld dafür aus und kaufen sich speziell darauf spezialisierte Fachmagazine, andere verfolgen die Einträge in Celebrity-Blogs oder führen sich im Büro hin und wieder die eine oder andere Boulvardmeldung auf einer der grossen Schweizer Medienwebsites zu Gemüte. Eine kleine Dosis jeden Tag reicht dann den Meisten aber auch. Den Meisten. Die Tamedia-Redaktionen an der Zürcher Werdstrasse scheinen derzeit richtig gefangen genommen vom Promi-Intimitäten- Rausch.  
Nicht mehr nur die Pendlerzeitung 20 Minuten, die in ihrer täglichen Ausgabe Klatsch und Tratsch aus Hollywood traditionellerweise Platz einräumt, sondern auch der Tages-Anzeiger, die Sonntagszeitung und das Magazin berichten in letzter Zeit immer fleissiger über Paparazzitum und Promi-Watching, «Stars & Cars», erläutern anhand von Britney Spears den Zusammenhang zwischen Alkoholismus und psychischen Störungen, referieren über die Schuldfrage in Bezug auf die Selbstzerstörung der Stars und drucken all die Bilder ab, die man sonst nur in der angelsächsischen Regenbogenpresse sieht. Man spendiere Herrn Hardmeier bitte ein Weitwinkelobjektiv und einen Ferienaufenthalt in Los Angeles. Es gibt andere kulturelle Phänomene, die mindestens ebenso grosse Aufmerksamkeit verdient hätten.

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