Zu guter Letzt: Töne statt Kaffee spucken
«Eine Premium Hot Chocolate Grande und die neue Morissette bitte!» – Nicht nur mit braunen Bohnen, Schaumschlägerei und vielen Kalorien macht der amerikanische Kaffeehausriese Starbucks den grossen Reibach...
«Eine Premium Hot Chocolate Grande und die neue Morissette bitte!» – Nicht nur mit braunen Bohnen, Schaumschlägerei und vielen Kalorien macht der amerikanische Kaffeehausriese Starbucks den grossen Reibach. Nein. Im letzten Jahr hat die Kette mit ihren 172’000 Mitarbeitern und sogar in der Schweiz schon bald 40 Filialen – alleine 15 Stück in Zürich – eben auch mehr als viereinhalb Millionen Tonträger abgesetzt. Und obwohl Starbucks derzeit mit einem stark unter den Erwartungen liegenden Ertragsergebnis, schleppenden Verkäufen und einem schwächelnden wirtschaftlichen Stand zu kämpfen hat, bleibt neben der Rückbesinnung auf die Bohne auch das Geschäft mit der Musik im Zentrum des Riesen aus Seattle. Allerdings peilt Starbucks auf diesem Gebiet einen Strategiewechsel an: Man will nicht länger selber Platten produzieren oder sich auf die Suche nach neuen Künstlern machen, die man exklusiv an sich bindet, sondern viel stärker auf den physischen und digitalen Vertrieb setzen. So soll das bald erscheinende Album der Sängerin Alanis Morissette in allen Filialen zu kaufen sein. Ob man das neue Album der Gruppe Coldplay dort kaufen kann, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Die britische Band, die mit Einnahmen von über 50 Millionen US-Dollar die erfolgreichste Musiktruppe des Jahres 2006 war, geht den gleichen Weg wie ihre Kollegen von Radiohead (siehe
), wenn auch nicht ganz so konsequent. Die Band um Frontmann und Sänger Chris Martin stellt die erste Single-Auskopplung aus ihrem neuen Album für eine Woche als kostenlosen Download zur Verfügung. Die Suche nach guten Rezepten zum Verkauf von Musik in Zeiten des Internets geht weiter. Vielleicht spielen Kaffeemaschinen demnächst auch MP3s ab.
), wenn auch nicht ganz so konsequent. Die Band um Frontmann und Sänger Chris Martin stellt die erste Single-Auskopplung aus ihrem neuen Album für eine Woche als kostenlosen Download zur Verfügung. Die Suche nach guten Rezepten zum Verkauf von Musik in Zeiten des Internets geht weiter. Vielleicht spielen Kaffeemaschinen demnächst auch MP3s ab.
