Zu guter Letzt: Viel zu tragen
Hinter jeder Ecke und in jedem Busch lauern Paparazzis, und niemand kann sich gegen sie wehren. Auch nicht Heike Makatsch und ihr junges Töchterchen.
Hinter jeder Ecke und in jedem Busch lauern Paparazzis, und niemand kann sich gegen sie wehren. Auch nicht Heike Makatsch und ihr junges Töchterchen. Allerdings hat sich Makatsch an den fiesen Knipsern auch etwas zu dreist bereichern wollen. Umgerechnet 57’000 Franken verlangte die Schauspielerin und Moderatorin nämlich vom Heinrich-Bauer-Verlag dafür, dass zwei vom Verlag publizierte Blätter letztes Jahr Bilder von ihr und ihrer damals acht Wochen alten Tochter beim Spazieren in Berlin abgedruckt hatten. Die Richter wiesen ihre Klage nun am Mittwoch ab. Der Abdruck sei zwar rechtswidrig, stelle jedoch keine so schwere Persönlichkeitsverletzung dar, dass ein so hoher Schadenersatz gerechtfertigt wäre, erklärte der Richter. Makatschs Anwältin hatte argumentiert, die Bilder verletzten in erster Linie die Persönlichkeitsrechte des Kindes. Ein vom Richter vorgeschlagener Vergleich, wonach der Verlag an die Schauspielerin 12’000 Franken zahlen und diese wiederum die Hälfte davon an eine gemeinnützige Einrichtung ihrer Wahl spenden sollte, war gescheitert. Makatsch muss nun neben ihrer Tochter auch noch die Prozesskosten tragen. Vielleicht sollte sich Makatsch beim nächsten Kind mit einer von Michael Jackson inspirierten Verschleierungstaktik behelfen.
