Zu guter Letzt: Die Win-win-win-Situation
An Freitagabend trifft Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf auf alt Bundesrat Christoph Blocher. Dem gingen ein paar personelle Rochaden voraus. SF-Chefredaktor Haldimann schreibt in seinem Blog, wieso er das akzeptierte und glaubt an eine «Win-win-win-Situation».
High-noon im Fernsehen: Am Freitagabend werden sich Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und alt Bundesrat Christoph Blocher in der Arena im Schweizer Fernsehen gegenüberstehen. Es geht um die Einbürgerungsinitiative. Der Blick freute sich schon auf die TV-Begegnung und titelte «Hass-Duell in der Arena». Allerdings ist die Konfrontation etwas entschärft, weil Widmer-Schlumpf in der Diskussion nicht bei den Gegnern der Initiative steht, sondern auf einer dritten Position. Diese wurde am Mittwoch mehr oder weniger per Bundesratsbeschluss für die Mitglieder der Landesregierung in Arena-Sendungen geschaffen. Die Landesregierung möchte sich wohl, da momentan auch noch die «Maulkorbinitiative» hängig ist, nicht allzu sehr exponieren. Die Rochade von Widmer-Schlumpf von der Position «Gegner» auf eine Position «neutral» gab natürlich zu reden. Zu reden gab aber auch die Rochade der SVP innerhalb der Position «Befürworter», da sie für den ursprünglich vorgesehenen SVP-Nationalrat Adrian Amstutz plötzlich Christoph Blocher aufstellte. In seinem Blog hat SF-Chefredaktor Ueli Haldimann nun ausführlich erklärt, wieso er beide Rochaden akzeptiert hat. Nachzulesen unter
http://cr.blog.sf.tv/p97.html
. Sein Fazit ist jedenfalls, weil nun für Widmer-Schlumpf SP-Nationalrat Jositsch auf die Position «Gegner» nachgerutscht ist, sei die Situation sozusagen «win-win-win»: Die SVP hat Blocher drin, Widmer-Schlumpf ist etwas aus dem SVP-Sperrfeuer genommen und mit Jositsch hat jetzt auch die Linke eine Stimme. Dass auch das Fernsehen von diesem Duell profitieren wird, sagte Haldimann nicht. Aber man ahnt es: Das ist eine Win-win-win-win-Situation.
