Zu guter Letzt: Pali-Tuch unerwünscht

Dass das sogenannte Palästinensertuch ein Revival erlebt, weiss jeder, der einen Teenager zuhause hat oder Promihefte liest. Nun hat es eine Online-Kampagne der US-amerikanischen Kette Dunkin' Donuts zu Fall gebracht.

Dass das sogenannte Palästinensertuch ein Revival erlebt, weiss jeder, der einen Teenager zuhause hat oder Promihefte liest: Das neudeutsch «Pali-Tuch» genannte Textilstück schlingen sich derzeit viele um den Hals – die meisten wollen damit aber, anders als in der letzten Blütezeit vor etwa fünfzehn Jahren, kein politisches Statement abgeben. Nun hat das Tuch eine Online-Kampagne der US-amerikanischen Kette Dunkin‘ Donuts zu Fall gebracht: Darin präsentierte sich die TV-Köchin Rachael Ray mit einem Getränk und dem ominösen Stoffteil um den Hals. Das geriet konservativen Bloggern in den falschen Hals, wie Adage.com berichtet. Sie monierten, das Tuch stehe symbolisch für den «mörderischen Dschihad» der amerikafeindlichen Terroristen. Dunkin’ Donut hat die Kampagne am vergangenen Wochenende deshalb still und leise vom Netz genommen. Eine Sprecherin versicherte, dass die Stylistin beim Fotoshooting das Tuch ausgesucht habe und damit ganz, ganz sicher keine symbolische Aussage beabsichtigt habe. Ein Rätsel bleibt es, wie im politisch überkorrekten Amerika überhaupt ein Werbemensch auf die Idee kam, dieser Anzeige karriereschädigenderweise grünes Licht zu geben.

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