Zu guter Letzt: Randnotiz zu US-Wahlkampfgeldern
Angesichts der Gelder, die in den Vereinigten Staaten während dem Präsidentschaftswahlkampf in die Werbung fliessen, bleibt hiesigen Werbetreibenden nur ein sehnsüchtiger Blick über den Atlantik. Oder aber etwas ganz anderes.
In den Vereinigten Staaten steigert sich nicht nur die Begeisterung für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten ins kaum je Dagewesene, auch die potenziellen Werbegelder schwingen sich in bisher unbekannte Höhen. Was sich damit ankündigt, ist nichts weniger als der feuchte Traum jedes Werbetreibenden: Gemäss Aussagen des wirtschaftlichen Beraters der Demokraten, Wade Randlett, könnte Obama allein diesen Juni 100 Millionen Dollar an Spendengeldern generieren, andere prophezeien 630 Millionen Dollar bis zum Ende des Wahlkampfs im November, wobei das meiste Geld in TV-Werbung fliesst. Zum Vergleich: Für den Bundestagswahlkampf in Deutschland hat sich die CDU ein Ausgabenlimit von 20 Millionen Euro gesetzt. In der Schweiz sind zwar keine offiziellen Limiten bekannt, aber auch der SVP gehen irgendwann die Gelder aus. Was also bleibt angesichts der gigantischen Beträge, die in den US-Wahlkampf fliessen? Ein sehnsüchtiger Blick über den Atlantik – oder die Lancierung einer Initiative für die Volkswahl des Bundesrates. Die Wahl des Staatsoberhaupts durch das Volk scheint sich zu lohnen.
