Zu guter Letzt: Zum Geburtstag die Pest
Die Internetplage Spam ist Anfang Mai 2008 30 Jahre alt geworden. Zu Jubilieren gibt es nichts, mittlerweile macht Spam geschätzte 80 Prozent aller E-Mails aus.
Die Internetplage Spam ist Anfang Mai dieses Jahres 30 Jahre alt geworden. Ein guter Grund, ihr zum Geburtstag von ganzem Herzen und im Minimum die Pest, besser gesagt ihr einen Virus und ihren Verursachern die Pest an den Hals zu wünschen. Wer hat schon Lust, sich jahrelang solchen Müll wie good mix of fake brand watches & jewelry get an offing to add some more inches to your male shaft virility enhancement viel Klunker in kleiner Zeit greater pleasure for you anzuschauen.Aber verschaffen wir uns einen kleinen Überblick. Spam tauchte das erste Mal 1978 in den USA auf. Ein Marketingverantwortlicher der Informatikfirma DEC – er möge an der Beulenpest erkranken – schrieb damals 400 potenzielle Kunden an, um Werbung für einen Minicomputer zu machen. Das war noch auf dem Internetvorgänger Arpanet, das WWW gabs ja noch nicht.
In den letzten 30 Jahren und mit dem Aufkommen des Internets ist das Problem erst richtig gross geworden (den Verursachern mögen die Hände bluten). Nicht weniger als vier von fünf empfangenen E-Mails sind mittlerweile Spam. Google schätzt, dass sich innerhalb der letzten vier Jahre die Anzahl ungewünschter Mails vervierfacht hat – von 20 auf 80 Prozent des Gesamtvolumens. Immerhin schaffen es die heutigen Spam-Filter, rund 99 Prozent des Werbemülls zu blockieren.
Auch die Methoden der «Spammer» – mögen sie einen Zeitsprung ins Jahr 1349 machen – sind ausgefeilter geworden. Waren die 400 Mails 1978 höchstens ein Ärgernis, wird heute auch versucht, Kontonummern und Bankverbindungen zu erhaschen (Phishing), um Konten leerzuräumen. Auch können mit einer Spam-Attacke ganze Webseiten lahmgelegt werden. So geschehen in Estland im letzten Jahr, als Internetbanken über mehrere Tage nicht abrufbar waren und Millioneneinbussen in Kauf nehmen mussten.
Der Name Spam geht übrigens auf einen Sketch der Komödiantentruppe Monty Python zurück. Ein penetranter Kellner versucht einer Kundin mit allen Mitteln das Büchsenfleisch «Spiced Ham» anzudrehen. Egal was die Frau bestellt, ein dahinter stehender Chor von Wikingern trällert den Refrain «Spam, Spam, Spam». Denen wünscht man die Cholera an den Hals.
