Zu guter Letzt: Schicksalsjahre eines Schimpfworts
Während 50 Jahren ist sie kein bisschen älter geworden, Sissi, die Königin aller Historienschinken. Nun soll der Stoff neu verfilmt werden.
Über 50 Jahre lang ist sie kein bisschen älter geworden, sie ist und war ein Monument des deutschsprachigen Films, sie ist Millionen von Deutschen, Österreichern und Schweizern irgendwann mal über den Bildschirm gelaufen, meist in der Weihnachtszeit – und wer hat nicht ihr: «Jooohhh Fraaanzl» im Ohr? Die Rede ist natürlich von Sissi, der österreichischen Kaiserin in Gestalt von Romy Schneider. Trotz ihrer zeitlosen Aura bahnt sich jedoch eine Veränderung an. Die Geschichte der Kaiserin Elisabeth wird 2009 für das Fernsehen neu verfilmt, als Zweiteiler unter Beteiligung des italienischen RAI und von ZDF und ORF. Dabei will der österreichische Regisseur Schwarzenberger die Kaiserin Elisabeth anders als bisher darstellen, er spricht von einer «Emanzipationsgeschichte.» «Verschiedene Leute haben das Gefühl, dass es Zeit ist, das einmal neu zu deuten», sagte er zur österreichischen Tageszeitung Die Presse. Als Sissi-Fan darf man sich darauf freuen, allerdings auch darauf hoffen, dass in zehn Jahren noch verstanden wird, wer «Du Sissi» sagt.
