Zu guter Letzt: Von Menschen, die zu viel Zeit haben
Heutzutage liest niemand mehr die Zeitung, heutzutage liest niemand mehr ein Buch. Der Grund ist ganz banal: Dieses hektische Leben lässt uns keine Zeit mehr für solche Dinge.
Heutzutage liest niemand mehr die Zeitung, heutzutage liest niemand mehr ein Buch. Der Grund ist ganz banal: Dieses hektische Leben lässt uns keine Zeit mehr für solche Dinge. Das moderne Leben verläuft in einem höheren Tempo. Information muss schnell gehen. Rasch eine Pendlerzeitung durchblättern, ein paar Blogs konsultieren, ein Sandwich reindrücken und weiter geht’s mit der Arbeit. Urlaub? Wozu! Abendessen? Aus der Mikrowelle! Schlafen? Wenn wir tot sind! – Dass dies allerdings nur oberflächlich der Geist der neuen Zeit ist, sieht man immer wieder, wenn man mit dem Mittagessen auf den Knien durchs Internet surft. Zum Beispiel durch die Welt der bewegten Bilder auf Youtube: Kaum hat irgendein Künstler ein neues Musikvideo veröffentlicht, eine peinliche Ansprache gehalten oder vor laufender Kamera einen Pfirsichkern verschluckt, haben auch schon hunderttausend User ihre eigene Version des Geschehnisses aufs Netz gestellt oder mit verstellter Stimme eine neue Audiospur aufgenommen. Manche dieser Ulknummern sind ganz lustig. Zum Beispiel die neuen Versionen der Musikclip-Klassiker von A-HA und den Tears For Fears, in denen per Gesang die Handlung kommentiert wird (Link siehe unten). Es gibt sie also doch noch, die Menschen, die zu viel Zeit haben.
