Wikipedia-Monitoring: Schmähkritik am Unternehmen frühzeitig erkennen

Die meisten Unternehmen haben die Bedeutung von Einträgen in Wikipedia erkannt – sei es zum Unternehmen, seinen Marken oder dem Management. Wer es zum Artikel geschafft hat, sollte den Artikel dauerhaft im Blick zu behalten. Wikipedia-Experten von Aufgesang und Sucomo erklären, warum ein Monitoring wichtig ist und wie Unternehmen am besten vorgehen.

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«Ein Wikipedia-Artikel ist niemals abgeschlossen: Jederzeit können Autoren Änderungen vornehmen oder Informationen ergänzen – und das anonym», erläutert Peter Montag, Wikipedia-Experte von Aufgesang. «Heikel wird es dann, wenn dem Unternehmen feindlich gesinnte Personen die Offenheit von Wikipedia als Chance für Schmähkritik begreifen. Um unsachliche Äusserungen frühzeitig zu erkennen, ist ein Monitoring dringend angeraten.»

«Grossunternehmen übertragen die Aufgabe gern ihrer PR-Abteilung, die erforderlichenfalls auch gleich für eine Richtigstellung sorgt», ergänzt Markus Franz, Geschäftsführer von Sucomo. Das birgt aber Gefahren, weil sie Wikipedia als einen von vielen Kanälen behandeln, obwohl die Enzyklopädie ganz anders funktioniert als Facebook und Co. «Ein Wikipedia-Dienstleister, der sich in der Community auskennt, kann Änderungen zuverlässig bewerten und schneller auf problematische Inhalte reagieren. Dies ist insbesondere dann eine sinnvolle Option, wenn es, wie etwa bei Konzernen, um eine Vielzahl von Artikeln und mehrere Sprachen geht.»

 

Tipp: Wikipedia-Monitoring für Outlook

Mit einer «Beobachtungsliste» lässt sich eine Benachrichtigung einrichten, wenn es Änderungen an individuell auszuwählenden Artikeln gibt. Um eine Beobachtungsliste anzulegen, ist es notwendig, sich zunächst bei Wikipedia zu registrieren. Wer keine inhaltlichen Änderungen durchführt, kann einen x-beliebigen Nutzernamen für sein Monitoring-Konto wählen. Wird ein Artikel aufgerufen, lässt er sich dann einfach mit einem Klick auf den Stern oben rechts auf die Beobachtungsliste übernehmen – und auf gleiche Weise wieder entfernen. Wurden alle relevanten Artikel hinzugefügt, kann die Beobachtungsliste als Newsfeed in Outlook importiert werden. Ein Link links in der vertikalen Navigationsleiste führt zur entsprechenden Webadresse.

Die Anzeige von Änderungen an Artikeln ist standardmässig auf einen 30-Tageszeitraum beschränkt. Praktisch dabei: Zu neuen Beiträgen auf den Diskussionsseiten der Artikel gibt es ebenfalls Hinweise – zudem lässt sich die Liste formatieren, um kleine Änderungen und Bots auszublenden. Die Beobachtungsliste ist eine nützliche Unterstützung, die das Auffinden von Änderungen wesentlich beschleunigt – die inhaltliche Prüfung und Bewertung ersetzt sie jedoch nicht.

Aufgesang hat einen kostenlosen Leitfaden erstellt, der Rat und Unterstützung zu allen Fragen rund um die Wikipedia bietet.

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