Zu guter Letzt: Per Handy des Fussballspielens überführt

Sie tun es alle: Kleine Kinder, alte Männer, Frauen um die Vierzig. Alle spielen sie Fussball. Im Iran keine Selbstverständlichkeit. Wie 20 Minuten am Montag vermeldete, haben in Persien zum ersten Mal seit der Revolution 1979 Männer und Frauen gegeneinander gekickt. Doch die historische Begegnung blieb nicht ohne Folgen.

Sie tun es alle: Kleine Kinder, alte Männer, Frauen um die Vierzig. Alle spielen sie Fussball. Im Iran keine Selbstverständlichkeit. Wie 20 Minuten am Montag vermeldete, haben in Persien zum ersten Mal seit der Revolution 1979 Männer und Frauen gegeneinander gekickt. Doch die historische Begegnung blieb nicht ohne Folgen. Nach dem Spiel wurden drei Verantwortliche suspendiert, weil nach der strengen Auslegung des Islams im Iran Männer und Frauen, die nicht verwandt sind, keinen körperlichen Kontakt haben dürfen. Einem Zeitungsbericht zufolge fand das Spiel zwischen der Frauenmannschaft und dem Jugendteam des Vereins Esteghlal am 22. Januar in Teheran statt. Die Zeitung Watan-e-Emrus berichtete, die Jugendmannschaft habe mit 7:0 gewonnen. Mit Mobiltelefonen aufgenommene Videos wurden als Beweis gegen die Verantwortlichen angeführt, die zunächst bestritten hatten, dass das Spiel überhaupt stattfand. Im Jahr 2006 hatte Präsident Mahmud Ahmadinedschad seine Landsleute mit der Ankündigung überrascht, Frauen dürften den Männern künftig beim Fussballspielen im Stadion zuschauen. Er erklärte, die Anwesenheit der Frauen werde das Benehmen der Fans positiv beeinflussen. Der geistliche Führer Ajatollah Ali Chamenei lehnte den Vorstoss jedoch ab. Wieso werden nicht einfach Mobiltelefone mit Kamerafunktion verboten?

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