Zu guter Letzt: Hella von Sinnen wird 50
Seit zwanzig Jahren im Showbusiness und immer noch eine grosse Klappe: Die deutsche Künstlerin, Moderatorin und Unterhalterin Hella von Sinnen wird 50.
Seit Jahrzehnten ist die Comedy-Grösse Hella von Sinnen im deutschsprachigen Fernsehen so präsent, dass kaum jemand vermeiden konnte, sich sein Urteil über sie zu bilden. Am 2. Februar wird blonde Komikgrösse mit bürgerlichem Nachnamen Kemper nun 50 Jahre alt. Dazu sagte sie Sätze wie: «Das ist das Schöne am Älterwerden, da wird man weiser.» Haben die Jahre die Frau mit der grossen Klappe gezähmt? «Es kann natürlich sein, dass man mit 30 mehr Lust hat auf wilde Dinge», räumt sie ein.
Damals, 1988, gelang ihr der Durchbruch im noch jungen deutschen Privatfernsehen, gemeinsam mit Hugo Egon Balder im RTL-Nonsense-Magazin «Alles nichts oder?!». Mindestens einmal pro Sendung pirschte sich von Sinnen an die Kamera heran und zeigte den «Tschaka-Tschaka»-Tanz, der zu ihrem Markenzeichen wurde. Für Furore sorgte die Feministin Anfang der 90er Jahre mit «Weiber von Sinnen»: Den nackten Busen aus Balders «Tutti Frutti» setzte sie die «ersten Erotik- Clips für Frauen» entgegen, plauschte mit Promis über Sex und Seitensprünge, besuchte Prostituierte.
Von einem Tabubruch will sie rückblickend trotzdem nicht reden. «Da haben wir halt mal ’nen kleinen nackten Schniedel gezeigt», sagt sie. Lieber spricht sie über ihre aktuellen «lustigen kleinen Projekte»: Ein Band mit ihren liebsten Donald-Duck-Geschichten, eine Kunstausstellung mit Handy-Fotos. Als darstellende Künstlerin, sagt sie, geniesse man es, wenn abends mal etwas einfach still an der Wand hängt und sich nicht bewegt. Nach wie vor ist sie als professionelle Quasselstrippe eine TV-Grösse – und stolz darauf: «Es ist ja nicht selbstverständlich, dass man 20 Jahre als Entertainerin im Fernsehen sein durfte.»
Vor ein paar Jahren hat von Sinnen ihre Angst vor dem Älterwerden eingestanden.
«Als ich 30, 40 wurde, war es furchtbar», erklärte sie damals. Auge in Auge mit dem nächsten runden Geburtstag demonstriert sie Gelassenheit: «Ich bin dankbar, dass ich 50 werden darf und gesund durchs Leben gehen kann.» Woher der Sinneswandel? «Meine Gattin» – Cornelia Scheel, Tochter eines früheren deutschen Bundespräsidenten – «hatte die Faxen dicke von diesem ‹Jammer, Jammer, schon wieder ein paar Jahre älter›», sagt sie. Also reisst sie sich jetzt zusammen, gibt sich Mühe, jeden Tag zu geniessen und die alte Hella zu bleiben.
(Bild:Keystone)
Damals, 1988, gelang ihr der Durchbruch im noch jungen deutschen Privatfernsehen, gemeinsam mit Hugo Egon Balder im RTL-Nonsense-Magazin «Alles nichts oder?!». Mindestens einmal pro Sendung pirschte sich von Sinnen an die Kamera heran und zeigte den «Tschaka-Tschaka»-Tanz, der zu ihrem Markenzeichen wurde. Für Furore sorgte die Feministin Anfang der 90er Jahre mit «Weiber von Sinnen»: Den nackten Busen aus Balders «Tutti Frutti» setzte sie die «ersten Erotik- Clips für Frauen» entgegen, plauschte mit Promis über Sex und Seitensprünge, besuchte Prostituierte.
Von einem Tabubruch will sie rückblickend trotzdem nicht reden. «Da haben wir halt mal ’nen kleinen nackten Schniedel gezeigt», sagt sie. Lieber spricht sie über ihre aktuellen «lustigen kleinen Projekte»: Ein Band mit ihren liebsten Donald-Duck-Geschichten, eine Kunstausstellung mit Handy-Fotos. Als darstellende Künstlerin, sagt sie, geniesse man es, wenn abends mal etwas einfach still an der Wand hängt und sich nicht bewegt. Nach wie vor ist sie als professionelle Quasselstrippe eine TV-Grösse – und stolz darauf: «Es ist ja nicht selbstverständlich, dass man 20 Jahre als Entertainerin im Fernsehen sein durfte.»
Vor ein paar Jahren hat von Sinnen ihre Angst vor dem Älterwerden eingestanden.
«Als ich 30, 40 wurde, war es furchtbar», erklärte sie damals. Auge in Auge mit dem nächsten runden Geburtstag demonstriert sie Gelassenheit: «Ich bin dankbar, dass ich 50 werden darf und gesund durchs Leben gehen kann.» Woher der Sinneswandel? «Meine Gattin» – Cornelia Scheel, Tochter eines früheren deutschen Bundespräsidenten – «hatte die Faxen dicke von diesem ‹Jammer, Jammer, schon wieder ein paar Jahre älter›», sagt sie. Also reisst sie sich jetzt zusammen, gibt sich Mühe, jeden Tag zu geniessen und die alte Hella zu bleiben.
(Bild:Keystone)
