Zu guter Letzt: Ein Wirtschaftskrisenwunder

Bei einer sich abzeichnenden Wirtschaftskrise gibt es eine ganze Reihe von Gütern, die sich ohne jegliches Marketing plötzlich viel besser verkaufen. So etwa Pistolen und Gewehre.

Es war vor kurzem Tischgespräch: Was würdet ihr tun, wenn das gesamte Wirtschaftssystem vollständig zusammenbrechen würde? Die Antwort war schnell da: In den Waffenladen gehen. Was damals mit einem Lachen quittiert wurde, ist in den USA Realität: Die Waffenhändler vermelden Rekordumsätze. Im vierten Quartal 2008 verkaufte Smith & Wesson 40 Prozent mehr Pistolen als im dritten, wie Adage berichtet, und bei Sturm, Ruger und anderen stieg der Umsatz sogar um mehr als 80 Prozent. Beliebter waren nur noch die Gewehre, die ein Umsatzplus von über 300 Prozent verzeichneten.
Als Grund wird erstens die im 4. Quartal absehbare Wahl Obamas genannt. Demokratische Präsidenten schränken den Waffenverkauf eher ein als Republikaner. Auch die Wahl Clintons im Jahr 1992 wurde begleitet von einem 18-monatigen Umsatzanstieg bei Feuerwaffen. Es sieht ganz danach aus als wollten sich die Leute noch kurz vor Ladenschluss eine Knarre ziehen. Ein weiterer Grund sei die Jagd, die in Krisenzeiten günstiges und proteinreiches Essen verspreche, wird ein Schiesssportfunktionär zitiert. Aber natürlich ginge es bei den Waffenkäufen auch um die zunehmende Sorge der Leute um ihre Sicherheit, insbesondere – wie gesagt – in wirtschaftlich harten Zeiten.

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