Zu guter Letzt: Stadt ohne Zeitung
Hat die Millionenstadt San Francisco bald keine Tageszeitung mehr? Ein apokalyptisches Szenario für eine Stadt, die selbst massenweise apokalyptische Szenarien hervorbrachte.
Der Titel ist einfach zu schön, um ihn nicht abzukupfern: In ihrer heutigen Ausgabe druckte die Süddeutsche einen Artikel mit dem Titel «Stadt ohne Zeitung» über den (schon wiederholt) reportierten Niedergang der gedruckten Zeitungen in den USA, diesmal allerdings konzentriert auf ein ganz besonderes Problem. Es besteht nämlich die Möglichkeit, dass die Millionenstadt San Francisco nächstens keine einzige Tageszeitung mehr hat.
Auf die vielleicht bald zeitungslose Stadt wird im neusten «Bericht über die Lage der Nachrichtenmedien» in den USA hingewiesen. Der San Francisco Chronicle wird als eine jener Zeitungen beschrieben, die wirtschaftlich so schwach sind, dass sie die derzeitige Baisse im Werbemarkt wohl nicht überleben. Der Chronicle ist die grösste Zeitung in Nordkalifornien und gehört zur Zeitungsgruppe Hearst. Er hat seit 2001 keine Gewinne mehr gemacht, dafür im letzten Jahr wöchentlich eine satte Million Dollar Verlust.
Dass das irgendwie apokalyptisch anmutende Szenario einer Stadt ohne Zeitung ausgerechnet in jener Stadt wahr werden könnte, die selbst eifrige Produktionsstätte fiktiver Apokalypsen ist, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zeitung werdens hingegen kaum komisch finden, durch die Gewerkschaft stimmten sie aus Not bereits mehreren Selbsteinschränkungen zu: Kürzungen des Mutterschaftsurlaubs und des Kündigungsschutzes, der Verlängerung der Arbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden und dem Abbau von 150 Arbeitsplätzen. Krisen treiben seltsame Blüten.
Auf die vielleicht bald zeitungslose Stadt wird im neusten «Bericht über die Lage der Nachrichtenmedien» in den USA hingewiesen. Der San Francisco Chronicle wird als eine jener Zeitungen beschrieben, die wirtschaftlich so schwach sind, dass sie die derzeitige Baisse im Werbemarkt wohl nicht überleben. Der Chronicle ist die grösste Zeitung in Nordkalifornien und gehört zur Zeitungsgruppe Hearst. Er hat seit 2001 keine Gewinne mehr gemacht, dafür im letzten Jahr wöchentlich eine satte Million Dollar Verlust.
Dass das irgendwie apokalyptisch anmutende Szenario einer Stadt ohne Zeitung ausgerechnet in jener Stadt wahr werden könnte, die selbst eifrige Produktionsstätte fiktiver Apokalypsen ist, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zeitung werdens hingegen kaum komisch finden, durch die Gewerkschaft stimmten sie aus Not bereits mehreren Selbsteinschränkungen zu: Kürzungen des Mutterschaftsurlaubs und des Kündigungsschutzes, der Verlängerung der Arbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden und dem Abbau von 150 Arbeitsplätzen. Krisen treiben seltsame Blüten.
